18.07.19

Neue Wege am Binnenmeer - Mathias Lange & Kai Lander

Seit unserem Masterclass-Dreh im vergangenem Herbst waren wir nicht mehr gemeinsam los zum angeln. Es wurde mal wieder Zeit, dass wir losziehen um an einem gigantischen Natursee zu fischen. Wir planten diesen Trip schon im letztem Jahr und wollten Anfang Juni vom Boot aus eine dreitägige Session angehen. Die Vorfreude auf diesen Trip war natürlich gigantisch. Großes Wasser, Abenteuer pur und eine geile Zeit erleben das ist das was uns Freude bereitet. Kai rollte für diesen Trip die Boilies selbst, somit waren wir optimal ausgestattet. Wir kamen in einer Phase am See an, indem die Temperaturen extrem stiegen und wir bei über dreißig Grad auf den Booten schmorten. Teilweise war es nicht auszuhalten und einige Sprünge ins Binnenmeer machte die Hitze etwas erträglicher. Es war keine einfache Zeit da die Fische anscheinend sich auf das bevorstehende Laichgeschäft einstellten. Eine Woche früher wäre für unser Vorhaben definitiv besser gewesen. Aber Jammern hilft da nichts, wir machten wie immer das beste aus der Situation und bissen uns durch. Wir suchten mobil die Fische und versuchten eventuell ein paar beißfreudige Karpfen mit Pop ups am Multirig oder Schneemänner am Blowback-Rig zu überlisten.

Am ersten Abend kamen wir erst spät am See an, da wir beide noch arbeiten mussten. Die Ruten lagen nach längerer Spotsuche mit der Taschenlampe erst gegen Mitternacht perfekt. Auf unseren Schwimmenden Camps die in den Wellen schwappten, plauderten wir noch bis spät in die Nacht hinein. Im Morgengrauen, nach 2 Stunden Schlaf schrie ein Delkim um Erlösung. Die flache Rute, deren Montage in einem großen Fraßloch im Kraut lag, brachte den ersten Fisch mit knapp 17kg aus dem großen Wasser. Während wir im Sonnenaufgang den Imposanten Fisch fotografierten, piepte es bei Kai. Er sagte „ach lass piepen“ solange der nicht durchrennt wird da schon nichts sein - Pustekuchen! Als wir den Fisch versorgt hatten, kontrollierte Kai seine Rute die er quasi vor den Füßen abgelegt hatte. Er rief „Ey Matze hier ist etwas dran“. Ich schnappte mir den Kescher und als ich den Fisch das erste mal sah, sagte ich junge das ist nen Vierziger - ganz sicher. Ein paar Minuten später hatten wir die Gewissheit, 21kg glatt, mit seinem ersten Biss an diesen riesigen Meer. Die Freude war natürlich gigantisch. Wir waren voller Hoffnung, dass es jetzt richtig gut anlaufen würde da jeder schon einen richtig guten Fisch hatte. Aber wie anfangs schon erwähnt machte das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung - die Fische interessierten sich nicht mehr für unsere Köder. Obwohl wir die Karpfen gefunden hatten und sie direkt vor uns waren. Die Mächte der Natur kann man manchmal halt nicht beeinflussen. Am Ende bleibt stehen, dass wir unser gewünschtes Abenteuer erlebt haben, neue Erfahrungen sammelten und wir definitiv wieder kommen werden. Zumal das angeln vom Schlauchboot aus ein gigantisches Gefühl von Freiheit ausstrahlt.

Liebe Grüße Mathias und Kai.

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