06.07.20

Auf Zielfischjagd - Max Middelhoff

Viel zu lange ist das letzte Update von mir schon wieder her. Als ich das letzte Mal von mir hören ließ, hatte die Saison 2019 gerade erst so richtig begonnen. Bis zum Spätsommer hatte ich mir eine Auszeit von der Uni genommen, um ganze sechs Monate zu angeln. Ein Fisch namens „der Schöne“, ließ mir einfach keine Ruhe, zu groß waren meine Begierden nach diesem, für mich sehr besonderen, Fisch. Doch einfach sollte es weiterhin nicht werden. Bereits im April schaute ich auf über 30 Nächte zurück, in denen ich gerade eine Handvoll Fische im Fangbuch stehen hatte. Sicher, bis Mitte April ist der tiefe Baggersee alles andere als einfach, dennoch, wirklich zufrieden war ich nicht.
Wie ein Pferd mit Scheuklappen steuerte ich umher . Dabei fühlte ich mich mal näher dran, mal weiter entfernt. Über die Wochen und Monate reihte sich Wiederfang an Wiederfang, was es mir schwer machte meine Motivation auf dem nötigen Level zu halten. Viel zu oft schob ich frustriert meinen Trolley in Richtung Parkplatz, dabei hatte ich doch allen Grund zu Freude. Sowohl die Anzahl als auch das Schnittgewicht der gefangenen Fische waren alles andere als schlecht und doch hingen meine Gedanken meist bei der Nadel im Heuhaufen. Dabei muss ich gestehen, es ist nicht mal so, dass der Fisch selten gefangen wird, nein vielmehr stand mein Name einfach nicht auf ihm, wie man so schön sagt.

Ich will es an dieser Stelle kurz machen. Gefangen habe ich meinen trotz über 100 Nächten bis zum Sommer nicht, dafür konnte ich noch die letzten beiden fehlenden Fische aus dem A- Team überlisten.
Nach sieben Jahren auf der Jagd habe ich mir für 2020 neue Gewässer gesucht. Gewässer, an denen mir der Fischbestand unbekannt ist. An denen ich mich neu fokussieren und zurechtfinden muss. Die Zielfischjagd hat ihre Spuren bei mir hinterlassen und ist ganz sicher nicht für jeden was. Für mich macht genau diese Art der den Reiz aus, lässt mich wachsen, fokussierter und besser werden. An den Zielfischpool werde ich dann und wann zurückkehren, abschließen kann ich das Kapitel noch nicht. Und wer weiß, vielleicht macht „der Schöne“ doch eines Tages den entscheidenden Fehler.

Bis bald,

Max

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