10.12.18

Winterangeln angenehm gemacht #1 - Stefan Lutzer

Die Angelei im Winter hat für mich etwas ganz besonderes. Alles um mich herum entschleunigt sich und fährt ein paar Gänge zurück. Es wird still da draußen. Mit dem verfärben der Blätter an den Bäumen werden viele Karpfenangler noch mal richtig aktiv und wollen den Fressrausch der Karpfen vor dem Winter ausnutzen um noch den ein oder anderen Fisch auf die Habenseite zu bekommen. Wenn aber die bunten Blätter dem tristen und kalten weichen, motten die meisten ihr Angelzeug ein und warten auf das nächste Frühjahr. Doch für mich ist dann noch lange nicht Schluss! Es wird solange geangelt bis wirklich nichts mehr läuft oder die Wasseroberfläche hart wird. In einer mehrteiligen Reihe von Updates möchte ich euch ein paar Tipps geben wie ihr es euch auch in der kalten Jahreszeit so angenehm wie möglich machen könnt und den Winter am Wasser mit all seinen Eindrücken genießen könnt. Ich werde euch dabei zu einzelnen Themen Ratschläge geben, welche ich aus eigener Erfahrung weitergeben kann.Den Anfang macht das Zelt.

Das ganze Jahr über benutze ich zu 90% meinen Brolly. Leicht, schnell aufgebaut und vor Regen ist man auch geschützt. Das sind jedoch Vorteile, die mir im Winter nicht weiter helfen. Mit den sinkenden Temperaturen beginnt nämlich die Zeit des Zeltes. Ein geschlossenes System, welches mich nicht nur vor Regen und Schnee schützen soll sondern auch vor dem bissigen kalten Wind. Denn dieser bissige kalte Wind kann eine Session schnell unangenehm machen. Mein Tipp dazu wäre zum einen, wann immer es mir möglich ist baue ich mein Zelt windgeschützt auf. Das heißt ich baue zum einen nicht mit dem Eingang in Richtung des Windes auf und versuche mir Hecken oder Gebüsche als Windfänger zu Nutze zu machen. Ebenfalls verzichte ich nie darauf eine Bodenplane zu benutzen. Dabei solltet ihr darauf achten, dass die Bodenplane über den Schmutzlappen unten am Zelt liegt. Das verhindert, dass es im Zelt zu Zugluft kommt. Zum anderen, es gibt zu fast allen gängigen Zelttypen Anbauteile oder Erweiterungskits. Das wären zum Beispiel Overwraps bzw. Winterskins oder Skullcaps. Diese bewirken nicht nur die Reduzierung von Kondenswasser sondern schaffen auch eine isolierende zweite Schicht. Um Kondenswasser im Zelt zu verhindern, sollte man auch nicht sein Kaffeewasser im inneren sondern außerhalb des Zeltes erwärmen. Mein letzter Tipp zum Thema Zelt ist die Zeltheizung. Ein gefährliches Thema welches nicht zu unterschätzen ist. Eine Vergiftung durch Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid bemerkt man in der Regel nicht. Man wird müde schläft ein und wird nicht mehr wach!! Diese toxischen Gase entstehen bei der Verbrennung von Kohlenstoffhaltigen Stoffen unter geringer Sauerstoffzufuhr. Darum mein Appell an euch. Bitte benutzt keinen Gaskocher um euer Zelt warm zu bekommen! Auch wenige Minuten können ausreichen um euer Leben zu beenden!!! Es gibt inzwischen gute Heizsysteme mit Überwachungen und Sicherungen für etwas mehr Sicherheit dennoch muss man darauf achten, dass immer frische Luft ins Zelt gelangen kann. Bei geschlossener Zelttüre lasse ich immer etwa 15cm oben und wenige Zentimeter unten offen, so bekomme ich ausreichend Sauerstoff ins Zelt.
 
Stefan Lutzer

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