14.02.17

Abkürzung zum Winterkarpfen - Christopher Paschmanns

Als den großen Winterangler würde ich mich wirklich nicht bezeichnen. Da gibt es zum Beispiel mit Jungs wie Thomas Talaga und Christoph Freuen weitaus erfahrenere im Team Korda. Doch wenn ich in der kalten Zeit, zwischen all den Messen und viel Bürostress schon ans Wasser komme, dann möchte ich nichts dem Zufall überlassen.

1. Bedingungen:
Wenn die äußeren Zeichen auf Fangen stehen, gehe ich raus. Wenn nicht, spare ich mir den Spontan-Blank und nutze meine Zeit besser. Ja, das kann bedeuten, auch mal nicht ans Wasser zu fahren, obwohl es die Zeit zuließe. Wie gute Bedingungen aussehen? So: Der Luftdruck ist konstant bei unter 1015hpA, Wind bringt das Wasser in Bewegung, dadurch Unterströmung ans Laufen und so auch die Fische auf Trapp, es ist eher mild.

2. Vorbereitung:
Selten investiere ich Zeit ins Füttern, in Location aber schon. Wie wäre zum Beispiel mit einer Runde Hechtangeln vom Boot, Echolot und Unterwasserkamera sind dann auch dabei. Jetzt suche ich – so ganz nebenbei – nach ausgedehnten tiefen Bereichen, am besten noch mit weichem Boden. Mit ganz viel Glück entdecke ich sogar Fischansammlungen auf dem Lot. An einem meiner Vereinsseen ist das ein etwa 2 Hektar großes Areal mit im Schnitt neuen Metern Tiefe umgeben von flachen Arealen. Oft reicht es schon, in solchen Gebieten die UW-Kamera auf Tauchfahrt zu schicken. Ist der Boden etwa übersät mit Fraßlöchern? Sehen die sogar frisch aus? Bingo! Mit etwas Erfahrung lassen sich die Kuhlen von Karpfen auch von denen die Brassen hinterlassen unterscheiden. Habe ich im Winter frische Fraßspuren von Karpfen gefunden, sind die Fische in der Nähe. Denn ihr Aktionsradius bei Kälte ist sehr sehr klein!

3. Zeitfenster:
Im Winter muss du dann angeln, wenn die Fische aktiv sind. Und die Zeitfenster sind eher klein. Doch oft liegen sie zu sehr bequemen Zeiten um den Mittag. Gespräche mit lokalen Anglern helfen. Wenn es bei dem gemütlich eingerichteten leidenschaftlichen Winterangler nebenan immer um 12 Uhr mittags klingelt, wissen wir, wann unsere Ruten unbedingt im Rennen sein müssen. Meine Angelei beschränke ich also auf die kurzen, günstigen Zeitfenster. Viel Angelzeit setze ich also auch gar nicht ein.

4. Single Hookbaits
Weniger ist im Winter nicht nur mehr, schon etwas zu viel kann jede Chance zerstören! Anders ist es, wenn wir auf einem lange aufgebauten Futterplatz fischen. Dann sind die Fische bereit zu, ja konditioniert aufs Fressen. Habe ich vorher aber nicht regelmäßig Futter eingebracht setze ich auf eine extrem erfolgreiche Taktik: Single Hookbaits! Und da geht wirklich nichts über einen sehr auffälligen Pop Up Boilie am Hinge oder Chod Rig!

5. Volle Dröhnung
Thomas Talaga formulierte mal die interessante und logische These, dass Fische im Winter mit heruntergefahrenem Stoffwechsel auch Seh- und Geschmacksvermögen einbüßen. Jetzt müssen unsere Köder vor Attraktion förmlich überschäumen! Das im Hinterkopf setze ich auf stark aromatisierte, auffällige Pop Ups die ich zusätzlich booste. Mein liebster Attraktor dafür ist GOO, denn dieses Teufelszeugs ist reich an attraktivem Süßstoff, diversen wirksamen Attraktoren und setzt noch eine schöne Wolke unter Wasser frei. Meine Pop Ups soake ich über Wochen in dünnflüssigem GOO. Als Korda-Mitarbeiter habe ich Vorteil, Neuheiten früh zu testen. Und gerade überzeuge ich mich von der Power des neuen Scopex GOOs, das besonders geschmacklich überzeugt.

6. Eine halbe Stunde reicht
Beim Angeln verteile ich meine Ruten im zuvor gefundenen Areal. Dazu länge ich sie mit Distance Sticks ab. Warum, wenn ich doch gar kein wirklich präzises Ziel abgesteckt habe? Ganz einfach: Fängt eine Rute, habe ich womöglich ein Winterkarpfen-Nest gefunden und kann eine weitere in das Areal legen – die Distanz zum Platz kenne ich schließlich genau! Beim fischen mit Single Hookbaits verlege ich meine Ruten etwa alle 30 bis 45 Minuten, um verschiedene Bereich des Areals abzufischen. Die auffälligen Pop Ups bringen schnelle Bisse, ist ein gutes Areal getroffen, sollte es also nicht lange dauern!

So, die Anleitung zum schnellen Winterkarpfen ist hiermit gegeben. Jetzt brauchen Sie nur noch ein passendes Gewässer. Viel Erfolg!

Volle Dröhnung für die Sinne, Scopex ist schon jetzt ein Favorit

Auffällige, gesoakte Pop Ups sind die besten Single Hookbaits

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