16.04.14

Alex steigt aus 10 - Trekking durch laichende Fische

Team Kordas Alexander Kobler tat, wovon viele träumen: Er kündigte Job und Wohnung, belud seinen VW-Bus und fuhr los. Auf in den Süden Europas, erstmal angeln! Wie lange? Das steht in den Sternen. Vielleicht Monate, vielleicht Jahre. Denn sein Glück hat er bereits gefunden: Freundin Caroline – sie begleitet ihn. Hier berichtet Alex jede Woche, was die beiden Abenteurer erleben:

„Weil man eine Lizenz fürs Boot brauchte, die scheinbar sehr schwer zu bekommen war, entschieden wir uns letzte Woche für das Trekking-Angeln. Also zogen wir mit den Rücksäcken los, was echtes Abenteuer bedeutete und wahre Schwerstarbeit war. 30 Grad in der Sonne mit 30 Kilo auf dem Rücken, rund sieben Kilometer durchschnittlich pro Tag zum Teil in undurchdringlichem Gelände, und sogar kletternd an Felswänden. Am ersten Morgen kam schon der erhoffte Run. Doch wie schon in den zwei vorigen Gewässern in Frankreich schlitze ich den Fisch aus. Das wird doch hoffentlich kein Klassiker... Zu kurz waren die Vorfächer für den großen Snowman-Köder, so dachte ich. Eine weitere Chance bekamen wir leider nicht: Das große Laichspektakel begann! In nur zwei Tagen war die Wassertemperatur von 13 auf 20 Grad gestiegen; alles laichte. Wir sahen laichende Karpfen, Giebel, Schwarzbarsche, Hechte (zum zweiten Mal) und Schildkröten. Wir stapften tagsüber entlang des Ufers oder auf Weideland und angelten nachts, ohne Erfolg. Die Karpfen hatten wirklich anderes im Sinn als zu fressen. Nach vier Tagen verloren wir die Motivation zum Angeln und stapften zielstrebig zurück Richtung Campingplatz und waren froh als uns ein netter einheimischer Spinnangler das letzte Stück mit dem Auto mitnahm. Außer ein paar kleinen Hechten war nichts gewesen. Das Trekking war aber sehr cool und aktiv. Ganz sicher wollen wir das in der Zukunft noch mal machen. Dann hoffentlich mit mehr Erfolg. Richtig geil war auch, wie dumm andere Karpfenangler schauten als wir mit Monsterrucksäcken und Futteral aus den Büschen krochen. Fast schon außerirdisch schien unser Trekking zu wirken.

Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass Boote bis 2,50 m Länge geduldet werden. Leider sind aber beide unserer Boote über 3 m lang. Die Bootslizenz scheint jedoch schneller zu bekommen zu sein als uns anfänglich von mehreren eingebläut wurde, sofern man CE-Zulassungspapiere des Bootes besitzt. Diese Papiere haben wir jetzt aus Deutschland angefragt. Zeepter Sports war so freundlich beim (chinesischen) Fabrikanten ein PDF der CE-Papiere nachzufragen. Morgen fahren wir aufs Amt und vielleicht bekommen wir unser Boot ja noch „legalized“. Dann hätten wir endlich alle Lizenzen. Prepaid-Karten fürs Handy bekamen wir bei einem zweiten Versuch in einer anderen Stadt übrigens auch ohne Probleme und spanischer Adresse.

Sehr hilfreich zeigte sich auch ein lokaler Karpfenangler-Guide, Lee von CatchCarpSpain. Er nahm uns mit auf eine Bootstour. Wir haben jetzt einen deutlich besseren Überblick über den See bekommen. Jetzt nach dem Laichen dürften sich die Fische wieder im See verteilen. Die Zeit ist gekommen, unseren Campingplatz-Aufenthalt zu beenden und mit den Booten in den großen See zu ziehen. Wir kommen also voran, zwar langsam aber mit Durchsetzungsvermögen!

Saludos,
Alex y Carolina“

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