14.05.14

Alex steigt aus 13 - freie Zeit

Team Kordas Alexander Kobler tat, wovon viele träumen: Er kündigte Job und Wohnung, belud seinen VW-Bus und fuhr los. Auf in den Süden Europas, erstmal angeln! Wie lange? Das steht in den Sternen. Vielleicht Monate, vielleicht Jahre. Denn sein Glück hat er bereits gefunden: Freundin Caroline – sie begleitet ihn. Hier berichtet Alex jede Woche, was die beiden Abenteurer erleben:

„Zeit zu haben ist großer Luxus. Sich Zeit zu machen ist wahre Kunst. So etwas sagt sich leicht wenn man auf einem Angeltrip mit unbestimmten Ende ist. Und doch ist es für mich nicht immer einfach, mir Zeit zu nehmen. Caroline muss mich ab und zu sogar regelrecht bremsen und mir den „Effektivitäts-Druck“ beim Angeln nehmen. Immer wieder laufe ich Gefahr, unsere Menge an freier Zeit durch selbstgemachten Fangdruck zu limitieren. Es ist für mich schwierig, den Fangrausch an einem vorherigen Gewässer abzuschütteln und danach wieder entspannt langsam in ein neues Abenteuer hineinzugleiten. Auf dem Weg von Spanien nach Frankreich klappte das aber.

Der Hinweis eines Naturschutzgebietes auf einem Autobahnschild brachte spontan die linke Hand dazu, den Blinker zu betätigen. Zum Vorschein kam ein Gewässer das so türkis war wie man es nur aus der Karibik kennt. Wenig später wurden wir noch mehr überrascht. An einem typischen Sightseeing-Platz entdeckte Caroline im Schilf eine Iberische Barbe mit mehr als 20 Pfund. Leider hatte ich nur sehr wenig Zeit für ein Foto, da ein spanisches Pärchen, das neben uns stand, sich plötzlich vollends entkleidete und ins Wasser sprang. Und all das erlebten wir nur deshalb weil wir uns und den VW-Bus entschleunigten. Unsere Entspanntheit benutzten wir am nächsten Morgen noch dazu, um einen kleinen Karpfenanglertraum von mir zu erfüllen: Wir besichtigten einen Großproduzenten von Tigernüssen, Chufa Bou (J.B. Natural Foods S.L.) direkt in der Ursprungstadt der Chufas (spanisch für Tigernüsse), in Valencia. Wir erfuhren viel über die verschiedenen Produkte, die aus Tigernüssen gewonnen wurden, sahen die verschiedenen Größen, probierten und unterhielten uns nett mit einem Arbeiter und der Familie, die den Besitz schon seit 1946 leitet. Letztendlich entschieden wir uns für 100 kg der Tigernüsse in Größe L, mit einem Durchmesser von 14 bis 16 mm. Es waren ausschließlich runde Tigernüsse mit einem sehr süßen Geschmack und frei von Knabberspuren und Ungeziefern. Der Preis? Ungefähr die Hälfte wie ein Deutschland.

Zurück in Frankreich fischten wir dann gleich zwei Nächte an einem dünn besetzten Stausee; mit Erfolg. Zwei Karpfen jenseits der zwanzig Kilo Klasse bekräftigten noch einmal, dass es besser war, langsam zu reisen und erholt anzukommen. Wir hatten von Anfang an alles richtig gemacht. Wir waren zum Beispiel auch zufrieden mit der Wahl von Fluoro-Carbon-Vorfächern für das sehr klare Wasser. Wir fischten mit dem IQ2 Material in 20lb und Kaptor Choddy Haken der Größe 4, einfach als no-knot gebunden.

Diese Woche legen wir eine Angelpause ein. Eine Woche am Meer war schon länger geplant und das Timing hätte nicht besser sein können. Wir sind auch viel zu müde für ein neues Abenteuer nach dem Trip nach Spanien, wo wir die letzten zwei Wochen nicht mehr als vier gestückelte Stunden pro Nacht geschlafen haben.

Liebe Grüße,
Alex und Caroline“

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