30.12.14

Alex steigt aus 29 - Alex, Caroline und die Extremadura

Team Kordas Alexander Kobler tat, wovon viele träumen: Er kündigte Job und Wohnung, belud seinen VW-Bus und fuhr los. Auf in den Süden Europas, erstmal angeln! Wie lange? Das steht in den Sternen. Jetzt schon acht Monate, vielleicht noch Jahre? Denn sein Glück hat er bereits gefunden: Caroline. Hier berichtet Alex regelmäßig, was die beiden erleben:

Im Juli erreichte mich eine Mail von Alex, der seinerseits von seiner Liebsten, Caroline, darauf aufmerksam gemacht geworden war, dass es noch so zwei gab. Den einzigartigen Pärchentrip gab es tatsächlich zweimal! Genau einen Monat nach uns, Anfang März 2014, zog ein zweites Pärchen los, um dem sesshaften Leben den Rücken zu kehren und stattdessen rumzuziehen, immer auf der Suche nach den besonderen Karpfengewässern. Die aus England stammenden Carp Gipsies lebten aber nicht nur den selben Traum, sondern hatten auch noch die selben Namen: Alex und Caroline. Wir saßen gerade im strömenden Regen in unserem Zelt auf einem Bauernhof in den französischen Cevennen als ich die Mail las. Natürlich war das kaum zu glauben, und die Parallelen viel zu krass. Die beiden saßen in ihrem als Camper ausgebauten Lastwagen keine drei Stunden von uns entfernt im Department Lot. Wir waren sprachlos doch wollten wir uns sofort treffen. Leider zogen sie aber am nächsten Tag weiter Richtung Westen während wir noch ein wenig länger auf dem Bauernhof bleiben wollten. Wir stellten das Treffen also noch etwas aus und ließen diese Neuigkeiten erst mal noch etwas sacken. Das war doch der absolute Wahnsinn: Zwei Pärchen steigen quasi zur selben Zeit aus, angeln auf Karpfen und heißen dazu noch gleich.

Es war nur einen Abend bevor wir nach Spanien losgefahren waren (vor mittlerweile gut einem Monat) als ich Alex mal wieder eine Mail geschrieben hatte in der ich ihn frug ob wir auf der Fahrt Richtung Süden bei ihnen in Frankreich vorbeikommen könnten. Leider war seine Caroline gerade in Berlin und er alleine beim Angeln, doch verabredeten wir uns trotzdem am nächsten Tag in der Nähe von Chambéry. Wir hatten einen wunderschönen Abend zusammen und es war beinahe unheimlich wie viele Parallelen wir bei uns entdeckten. Es war zu deutlich: Die Karpfensterne standen gut für Alex und Caroline’s. Wir hatten uns sehr viel zu erzählen und wären am liebsten noch einige Tage geblieben, doch war Alex gerade etwas krank und uns zog es am nächsten Tag weiter Richtung Extremadura. Wir verabredeten uns aber gleich wieder wenn wir zurück von Spanien kamen. Übrigens hat Alex auch einen eigenen Blog, der sehr schön und unterhaltsam ist. Check: https://carpwatercraft.wordpress.com (Ich habe ihm auch auf meinem Blog www.pinkheron.org ein paar Zeilen gewidmet, ihr müsst die Links in den Browser kopieren, sie lassen sich hier leider nicht direkt öffen).

Die Fahrt in die Extremadura war wieder lang und beschwerlich. Wir regelten noch ein paar Dinge bevor wir mit dem Angeln loslegen konnten und es dauerte tatsächlich wieder fast eine Woche von der Abfahrt aus Deutschland bis wir die Ruten endlich im Wasser hatten. Doch was dann geschah übertraf unsere Erwartungen. Wir fingen Fisch satt und es waren wieder ein paar wirkliche Granaten dabei. Ich will dieses Mal keine Zahlen nennen, das Ergebnis stand dem vom Frühjahr aber in nichts nach... Guten Schlaf gab es deswegen auch nicht eine einzige Nacht. Nach 16 Tagen angeln, die zwar voller wilder Schönheit waren, waren wir auch fix und fertig. Winterangeln ist auch in Spanien kein Zuckerschlecken. Also entschieden wir uns für eine Woche Angelpause, in der wir neue Kräfte sammeln und die Karpfen mal wieder einfach Karpfen sein lassen. Danach wollen wir wieder angreifen. Am Heiligabend sind wir also am Wasser (das erste Mal für uns beide) und wollen das neue Jahr mit einer beschuppten Silvesterrakete feiern!

Wir wünschen euch alles Gute und sagen schon mal guten Rutsch! Feiert schön.
Alex und Caroline

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