19.03.14

Alex steigt aus 6 - Sightseeing

Team Kordas Alexander Kobler tat, wovon viele träumen: Er kündigte Job und Wohnung, belud seinen VW-Bus und fuhr los. Auf in den Süden Europas, erstmal angeln! Wie lange? Das steht in den Sternen. Vielleicht Monate, vielleicht Jahre. Denn sein Glück hat er bereits gefunden: Freundin Caroline – sie begleitet ihn. Hier berichtet Alex jede Woche, was die beiden Abenteurer erleben:

„Wir schreiben den Kilometer 994 nach dem Getriebetausch. Die Liebe zu dem VW-Bus ist wieder entfacht. Eine Woche touren und sieben Nächte im luxuriösen Hochbett liegen hinter uns. Wir machten wieder mal die Erkenntnis, dass es sich auf einer guten Matratze besser schläft als auf einer Liege. Die Woche begann mit einem versöhnenden Karpfen auf dem Spot an See 2, wo wir noch ein paar Wochen zuvor einen Giganten verloren hatten. Ein ganz besonderer Fisch, denn es gibt hier eigentlich keine Schuppenkarpfen! Nach kurzem aber durchaus spektakulären Drill konnten wir endlich Frieden mit dem See schließen. Und ein makelloser Schuppi mit sattroter Schwanzflosse war für einen kurzen Moment unser. Der Moment schien perfekt, und wir beschlossen, die Angeln jetzt für eine kleine Woche einzumotten – bei Stephane, unserem Wohltäter.

Wir hatten also ein fast leeres Auto und deutlich weniger Stress wenn wir es mal für ein paar Stunden alleine auf einem Parkplatz abstellten. Es wurde Zeit für echten Tourismus! Wir fuhren die Cote d’Azur entlang, schliefen am Meer, sprangen einmal sogar ins kalte Wasser und schauten uns auch die Städte an. Deutlich sympathischer waren allerdings die Dörfer, da wir die Schnellheit und das „Bling-bling“ der Städte nicht mehr gewohnt waren. In Nizza zum Beispiel fanden wir an einem Donnerstag Abend erst nach über einer Stunde einen Parkplatz, da die Parkhäuser alle maximal 1,90 m Höhe zuließen. Irgendwann dann in einer zwielichtigen Seitenstraße parkten wir vor einer Pizzabude, wo wir uns erst mal eine Pizza und ein Kronenbourg schmecken ließen. Doch während wir im Auto aßen, konnten wir die Straße etwas genauer beobachten. Finstere Gestalten und Süchtige auf der Suche nach Drogen, ein rasender Verkehr und vom Abgas verschmutzte Hauswände trieben uns wieder in die Flucht. Noch bevor wir wirklich ankamen, gaben wir schon auf und keine fünf Minuten nach der Pizza waren wir wieder weg. Nichts wie ab in die Berge, wo wir an einem kleinen Flüsschen schliefen. Wir besichtigen dann schöne Dörfer, wie zum Beispiel St. Paul de Vence, traumhafte Gebirge und gnadenlos schöne Gewässer. Je höher wir kamen, desto wohler fühlten wir uns. Und das Wetter war einfach nur traumhaft. In der letzten Woche sahen wir keinen Tropfen Regen und die Temperaturen stiegen bis auf über 20 Grad.

Und jetzt da sogar die Nächte wärmer werden wird es wieder Zeit fürs Angeln! Am liebsten würden wir gleich da wieder weiter machen wo wir zuletzt aufhörten. Und vielleicht kommt ja der „Dicke“, den wir vor ein paar Wochen verloren haben, wieder an der Stelle vorbei. Nur allzu gerne würde ich ihn zu Gesicht bekommen! Heute kommt das Tackle also wieder gut sortiert in den Bus. Die Wettervorhersage meldet 24 Grad tags und 10 Grad nachts. Das Wasser hat circa 14 Grad. Der Frühling explodiert jetzt auch unter der Wasseroberfläche. Es kommen beste Voraussetzungen für einen großen Fang, da die Karpfen noch nicht zu sehr aktiv sind, der „Dicke“ aber jetzt richtig loslegt, bevor die Laichzeit kommt. Ich sehe die Spots, an denen die Köder liegen müssen, schon vor meinem inneren Auge!

Wir wünschen Euch eine traumhafte Frühlingswoche!
Alex und Caroline“

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