14.08.17

Alles auf Anfang - Mathias Lange

Mitte Juni bekam ich einen Anruf meiner Tante, die mir berichtete das mein Schuppen aufgebrochen wurde, indem mein Angelzeug lagerte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie es mir in diesen Moment ging. Ein richtig beschissenes Gefühl ist das, zumal wirklich alles, bis auf ein paar Kleinigkeiten weg waren. Und auch Dinge an denen ich sehr gehangen habe.
Ich hatte erst einmal überhaupt keine Lust mehr auf angeln, da ich eh nichts mehr hatte um los ziehen zu können. Man hört immer öfter von Einbrüchen und Diebstahl, jetzt hatte es mich selbst erwischt.

Kopf hoch und wieder los!
Nach über drei Wochen Pause juckte es gewaltig in den Fingern. Mein guter Freund Kai Lander, lieh mir erstmal das nötigste, um überhaupt wieder angeln zu können. Und zwischendurch kaufte ich mir, so wie es das Budget hergab, die Dinge die ich brauchte.

Neue Motivation – Die erste Session nach längerer Zeit, fuhr ich mit Kai und unseren Freundinnen an einen kleinen mit Holz und Kraut übersäten Natursee. Die Bedingungen waren eigentlich optimal, denn wir hatten niedrigen Luftdruck und der Himmel war leicht bedeckt. Dann drückte auch noch ein kräftiger Westwind genau in unsere Bucht, aber die Karpfen waren trotz allem nicht gerade in Fresslaune. Ein Nachteil war vielleicht der hohe Angeldruck an diesem Gewässer. Nur zwei kleinere um die 6kg gingen tagsüber ins Netz. Das war nicht gerade zufriedenstellend. Was war nur los? Bestes Wetter, gute Spots und nichts ging?! In der letzten Nacht legte ich eine Rute in den anderen Seeteil ab, der noch mehr Holz aufwies und in dem es schwierig werden könnte einen Fisch sicher zu landen, aber "no risk no fun." Morgens um 3 Uhr piepte dann genau diese Rute, die ich mit einem Lang gebundenem (ca. 30cm ) Hing-Rig am Boom gekrimt und einem weißem Pop Up genau im Schlamm vor dem Holz platzierte. Ein Paar halbierte weiße Scopex+ Boilies hinzu und die Falle war gestellt. Kai sagte noch zu mir warte ab, die bringt Fisch. Wir ruderten den Karpfen entgegen und waren gespannt was uns erwartet. Der Spiegler schwamm sich zum Glück nur im Kraut fest und nicht in die da hinter liegenden Bäume. Ich legte meine Rute bei Seite und zog mit der Hand an dem XT Snagleader bis der Karpfen an der Oberfläche samt Krautbatzen war. Sofort ging ich mit dem Kescher unter den Fisch und der Rüssler war im Netz... Yeees, den haben wir! Zum Abschluss unserer Session kam wenigstens noch ein etwas besser Karpfen mit 24 Pfund dazu.

Weitere einzelne Nächte bis Ende Juli – In Berlin und Umgebung herrschten Mitte bis Ende Juli viele Unwetter mit Gewittern und tagelangem Starkregen. Die Pegel der Gewässer stiegen stetig und richtige Sommerstimmung kam überhaupt nicht auf. Ich war zu dieser Zeit einzelne Nächte am Wasser, aber eher mit mäßigem Erfolg. Da ich wie gesagt nur wenige Angelstunden Zeit hatte sah meine Taktik wie folgt aus: Ich stellte kleinere Fallen aus Maximal 2 Händen voll 22mm Boilies pro Rute, um die Karpfen eventuell schneller an meinem Spots zu haken falls sie fressen. Ich präsentierte in der Regel Multi-Rigs am Kamo gebunden mit Pop Ups.
Ein paar wenige Karpfen konnte ich mit dieser Taktik wenigstens noch überlisten. Das klappte aber leider nicht immer, denn einige Blanknächte musste ich in Kauf nehmen. Es ist halt so, dass nicht jeder Tag, Fangtag ist und ich auch mit Blanks ganz gut umgehen kann.
Insgesamt war der Juli nicht gerade der Beste Monat für mich, aber es gibt halt immer mal wieder Phasen in meiner Angellei, in denen nicht alles so funktioniert wie ich es mir erhoffe.
Fortsetzung folgt sicher….
VG Mathias

Meine geliebten Black & Whites.

Herbstliche Stimmung im Juli.

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