03.09.15

Als wäre ich nie weg gewesen - Christopher Paschmanns

Fünf Wochen Elternzeit, fünf Wochen Norwegen, fünf Wochen Familie – und weit und breit keine Karpfen. Diese Auszeit hat wirklich gut getan und es war eine prägende, intensive Zeit mit der Familie, die ich nicht missen möchte. Es kann auch wirklich gut tun, mal Abstand zum Karpfenangeln zu nehmen und sich den vielen anderen Fischarten zu widmen. Natürlich war in Norge das Tackle für Dorsch, Butt & Co dabei und so kam ich nicht nur mit tollen Eindrücke sondern auch einer prall gefüllten Speicherkarte zurück.

Wieder in Deutschland empfing mich eine Wetterlage, die sich kein Urlauber, aber jeder Karpfenangler wünscht: Tiefdruck, Wind, Wolken, Regen! Besser können die Bedingungen nach einer anhaltenden Hitzeperiode nicht sein. Und da ich im Büro nach fünf Wochen eine Menge Arbeit mit E-Mails & Co hatte, plante ich eine Nacht an einem Baggersee ein. Ich hoffte, die Fische wieder dort zu finden, wo ich sie vor etwa sechs Wochen das letzte Mal erfolgreich beangelte: im Bereich einiger großer Krautfelder zwischen vier und sechs Metern.

Ich setzte auf die Taktik, die mir eine unglaubliche erste Jahreshälfte beschert hatte: 15mm Banoffee-Boilies, mit dem Wurfrohr über eine große Fläche weit verteilt, dazu ein paar Spombs Tigernüsse. Als Köder an einfachen mittelsteifen Rigs aus durchgebundenem 30lb Kamo kamen an einer Rute ein halber Banoffee mit Tigernuss, an der zweiten ein Snowman mit 10mm Milky Toffee Pop Up zum Einsatz.

Um es kurz zu fassen: Eine bessere Willkommens-Session hätte ich kaum erleben können! Der erste Biss kam schon nach nur einer Stunde. Während der nacht konnte ich neben weiteren Fischen einen der schönsten und größten Schuppenkarpfen des Sees fangen: 18,8 Kilo! Bis zum Morgen hatte ich drei Karpfen über 15 Kilo auf der Habenseite. Und als wäre das noch nicht genug, folgte nach starkem Drill der krönende Abschluss: ein massiver Spiegler von 19,5 Kilo! Nach einer für mich unfassbar guten ersten Jahreshälfte setzt sich die Serie fort. Und ohne Übertreibung, die Banoffees sind die besten Fertig-Boilies, die ich bisher eingesetzt habe – besonders instant und wenn kleinere Mengen gefragt.

Ein Interview zu diesem Angelstil und kleineren Köder mit mir lest ihr aktuell auf Carpzilla:
http://www.carpzilla.de/mag/nachgehakt/kleine-boilies-fuer-grosse-karpfen-nachgehakt-bei-christopher-paschmanns-6521.html

Interessant war, dass die Fische eher tief bissen. Der noch im Juli so erfolgreiche 4-Meter-Platz brachte wenig Aktion, zwei Meter tiefer ging es dafür rund – der Herbst ist eben bereits zu spüren - gut so!
Eine gute Zeit am Wasser,
Christopher Paschmanns


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