24.04.19

Auf Reise durch die Republik - Stefan Göhring

Viele Reisen nach Frankreich, Spanien oder in andere Länder, ich hingegen Reise durch mein Heimatland.
Ich mag es, die vielfältigen Gewässer unserer Heimat anzufahren und zu befischen. Dabei spielen Gewässergrößen und -arten keine Rolle, denn ich kann fast allen Gewässern etwas abgewinnen. So bin ich auch schon mal 3,5 Stunden für ein 5ha Tümpel gefahren. Ich bin immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich die verschiedenen Regionen unseres Landes sind und wie unterschiedlich man an den verschiedenen Gewässern Angeln muss, um an die Fische zu kommen. Auf diese Reise möchte ich Euch in diesen Updates mitnehmen.

Anfang April machte ich mich zum ersten Mal auf den Weg, um meine nahe gelegen Gewässer zu verlassen. Im Nordosten des Landes traf ich mich mit Mathias Lange, um erst an einem kleineren Gewässer zu angeln und dann an einen ca. 50ha Natursee zu fischen. Wir hatten richtiges Glück mit dem Wetter und teilweise konnte man schon im T-Shirt draußen sitzen. Da dieses Gewässer eine beachtliche Tiefe aufweist, war die Wassertemperatur noch recht niedrig, aber die flachen Buchten hatten bereits 10Grad auf dem ersten Meter Wassertiefe. Uns war sofort klar, dass wir genau dort ansetzten mussten.

Wir verteilten also unsere Ruten strategisch im Bereich der anvisierten Bucht, dabei hatten wir zunächst jeder eine Rute etwas tiefer und eine Rute sehr flach abgelegt. Uns schien das am sinnvollsten, da wir noch nicht wussten, ob alle Fische schon flach stehen würden. Da ich vor dem Schilf etwas Bodenkraut hatte, entschied ich mich für das Naked Chod Rig am Subline Tapered Leader. Ich nutze den Leader gerne, wenn ich mit Geflecht fische, denn dadurch dass es sich beim Tapered Leader um eine Keulenschnur handelt, ist der Verbindungsknoten zur Subraid nicht zu Groß und rutscht gut durch die Ringe.

Nach der ersten ereignislosen Nacht, pfiff meine Flache Rute gegen 13Uhr ab und ein kleiner Spiegler landete im Netz. Etwa drei Stunden später lief die Rute erneut ab und nun war klar, die Karpfen standen flach und tief im Schilf. Nun legte ich auch meine zweite Rute sehr flach ab, um meine Chancen auf weitere Fische zu erhöhen.

Wir waren also auf der richtigen Spur und ich versenkte noch einige meiner auffälligen Scopex+ und PineNut Köder an den Spots nah am Schilf. Auffällige Köder sind im Frühjahr genau richtig und generell nutze ich sie gerne, gerade weil meine Zeit an den neuen Gewässern begrenzt ist. Bis zum nächsten Biss dauerte es den doch einige Zeit und am nächsten Nachmittag, als die Sonne schon wieder richtig Kraft hatte, konnte ich einen weiteren richtig guten Spiegler für dieses Jahr auf die Matte legen.

Abermals leistete der 4-er Choddy mit einem gelben Dumbell Pop Up beste Dienste. Diesen Fisch konnte ich sogar angenehm im Freiwasser vom Boot drillen, nicht wie die anderen Fische die sofort ins Schilf donnerten.
Schlussendlich war diese Session ein guter Einstieg in meine Reise durch die Republik. Ich bin gespannt, was dieses Jahr noch kommen wird und welche Gewässer ich sehen werde.
Bis dahin wünsche ich Euch viel Glück am Wasser!

Stefan Göhring

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