03.06.19

Auf Reise durch die Republik - Stefan Göhring

Nur eine Woche nach der letzten Session mit Matze, bot sich mir abermals die Gelegenheit für zwei Nächte ans Wasser zu fahren. Das Wetter hingegen machte richtige Kapriolen und in nur 3 Tagen fiel die Temperatur von 20Grad auf 9Grad runter und in der Nacht hatten wir sogar nur noch -2Grad. So verschlug es mich in den hohen Norden an ein kleinen Vereinssee mit sehr gutem Bestand. Ich hörte von einigen Kumpels von diesem See und ich dachte, wenn ein See mir Fische bringen wird, dann dieser. Da ich sonst fast ausschließlich an öffentlichen Gewässern, mit deutlich kleineren Beständen unterwegs bin, musste ich es einfach hier versuchen.
Wieder setzte ich auf auffällige Boilies in Weiß und Gelb, die sich sehr gut vom Boden absetzten. Ich verteilte einige der Boilies, an den anvisierten Spots nah am Holz und dazu gab es noch Dosenmais, kleine Pellets und etwas Grundfutter. Bei den Rigs machte ich es mir einfach, etwas Dark Matter Super-Heavy Tungsten Vorfachmaterial und der Kamakura Krank Haken der Gr.6 sollten mich zum Erfolg führen. Am Wasser erfuhr ich, dass der See die letzten vier Wochen unter Dauerfeuer stand und da das Wetter nicht optimal war, blieben letzte Zweifel, was die Session bringen würde. Aber ich versuchte Positiv zu bleiben und am ersten Abend hatte ich dann auch die erste Aktion. Leider Stieg der erste Fisch nach kurzem Drill aus.
Es wurde dunkel und ich machte mir Hoffnungen, dass in der Nacht noch einiges passieren könnte. Denn das Wasser war glasklar und der See ist nicht tief, daher vermutete ich, dass die Karpfen in der Nacht noch aktiver sein würden und sich weiter aus dem Holz trauen würden. Tatsächlich landeten in der ersten Nacht drei kompakte dicke Spiegler in meinem Netz. Ich war froh und es zeigte mir, dass ich mich in diesem Fall für das richtige Gewässer entschieden hatte.
Das Wetter wurde nun noch schlechter, es hagelte und es gab sogar leichten Schneefall. Den ganzen nächsten Tag passierte nichts mehr, aber das war kein Grund Trübsal zu blasen, ich hatte bei niedrigen Temperaturen und sehr hohen Luftdruck bereits drei Fische im Sack.
Als in der Nacht auch nichts passierte, war ich schon etwas enttäuscht. Doch als ich schon ans Einpacken dachte, klingelte der Bissanzeiger und ich nahm schnell die Rute auf und fing an den Fisch vom Holz wegzuziehen. Anschließend sprang ich ins Boot und konnte den Fisch im Freiwasser drillen. Bereits im Kescher sah ich die dicke Plauzte des Karpfens. Dieser Spiegler war noch fetter, als die vorherigen Fische. Man hatte das Gefühl, dass dieser Fisch kurz vor dem Platzen war. Ein echt geiler, kompakter, fetter Spiegler! Leider musste ich danach die Session beenden und den Heimweg antreten, aber bald geht es weiter zum nächsten Gewässer in einer anderen Region…
Bis dahin wünsche ich viel Erfolg!
Stefan Göhring

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