13.10.13

Aus mit Kraut

Peter Haudum wird ab diesem Winter unser Team Österreich verstärken. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit und geben hier demnächst näheres bekannt. Peter fängt jedes Jahr eine schier unglaubliche Anzahl kapitaler Karpfen. Doch selten sieht man den großen Aufwand hinter einem großen Fisch. Hier schildert Peter, wie er sich seine Spots entkrautet - gute Tipps und dicke Fische inklusive:

„Viele von uns kennen das Problem. Plätze die man Ende Frühjahr problemlos befischen konnte, wuchern über die Sommermonate sprichwörtlich zu!!! Das Kraut explodiert in den warmen Monaten und reicht teilweise bis an die Oberfläche. Gerade diese Bereiche suchen Karpfen aber regelmäßig auf – auch jetzt im Herbst noch – da sie dort Schutz und natürliche Nahrung im Überfluss vorfinden. Für mich war klar, dass ich in einem dieser Bereiche vom Sommer weg die restliche Saison angeln wollte. Mit der Markerrute bewaffnet, fand ich auch zwei viel versprechende krautfreie Spots. Die Bodenstruktur war leicht schlammig, bis ich mit meiner Futterkampagne startete. Bereits nach zwei Wochen an den gefütterten Plätzen wurden diese deutlich größer, die Schlammschicht war verschwunden und ich konnte einige gewichtige Bartelträger überlisten.

Nachteil war nur, dass sich eine Krautwand direkt vor meinen Plätzen ausgebildet hatte und viele der Fische in dieser steckten. Im Sommer stellte dies kein Problem dar, rein in die Badehose, Flossen an und raus zum Fisch. Dabei konnte ich im glasklaren Wasser zum Teil das Verhalten unserer beschuppten Freunde beobachten. Diese standen, trotz Druck auf der Rute, seelenruhig nur mit einem Teil des Körpers im Krautfeld und bewegten sich kaum. Ich tauchte ab, beförderte sie aus dem Krautfeld und konnte sie ohne Probleme landen. Da jetzt aber die Wassertemperaturen fallen, Boote an dem von mir befischen Gewässer verboten sind, musste eine andere Lösung für dieses Problem her.

Die besagten Krautfelder befanden sich auf ca. 60 Meter Distanz, somit schied das Auskrauten mit einem Rechen aus. Kurzer Hand entschloss ich mich, meine Welsruten für diese Aktion zu verwenden. Die Rolle wurde mit einer 35er Geflochtenen bespult und zwei Drillinge samt Blei an die Hauptschnur geknotet. Ich klippte die Schnur ein und warf die Plätze immer wieder über mehrere Stunden an. Mit jedem Wurf beförderte ich zum Teil beachtliche Pflanzenteppiche ans Ufer und machte mir eine Schleuse zum Drillen frei. Perfekt waren auch die Wetterbedingungen mit Seitenwind, da das ausgerissene Kraut von meinen Spots wegtrieb, nicht zu Boden sank oder sich wieder in einem weiteren Krautfeld verfing. Mit dem Herbst kommt das große Fressen, meine Plätze sind vorbereitet, mal sehen ob die Biggie-Serie weitergeht?!

Viel Erfolg für den Rest des Jahres,
Peter Haudum“

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