31.05.16

Bait Up plus Teig gleich Bisse - Luis Tempel

Der Himmel färbte sich schon wieder schwarz und deutete den nächsten Schauer an. Also schnappte ich mir meine Regenjacke und die Hundeleine. Um mit meiner Hündin und einem kleinen Eimer voller Futter zum See zu gehen. Ich fütterte zwei verschiedene Spots mit einer Mischung aus verschiedenen Mehlen und ein bisschen Mais mit je zwei Händen pro Spot. Natürlich sollten sich die Fische dort nicht voll fressen, sondern nur Appetit bekommen. Ein kurzer Blick auf's Handy, die Windfinder App sagt, dass der Regen langsam aufhören soll. Dies spielte mir in die Karten. Zuhause machte ich mir noch schnell ein Frühstück und packte meine Angelsachen. Um einen schnelleren Biss zu provozieren mischte ich mir einen Teig zusammen. Die Zutaten wählte ich nach Gefühl. Bestehend aus: Fischmehl, Sojamehl, RobinRed, Fleischpenton, Leberextrakt, Betain, Salz, Knoblauch gemahlen, NHDC, Ei, Fischöl und Liquid. Bei so kurzen Session wie dieser, ist es mir wichtig, dass ich mein komplettes Tackle mit einem Gang zum Wasser tragen kann, um dort flexibler zu sein. Ich angle mit nur einer Rute und wechsle den Platz alle 20 Minuten oder nach jedem Fisch. So probiere ich aktiv die verschiedenen Spots zu befischen und schnellst möglich einen Biss zu bekommen. Am See setzte ich mir meine Polbrille auf und beobachtete die Stellen. Schon am ersten Platz zeigten sich die Fische. Ein Strudel bildete sich nur einen halben Meter vom Ufer entfernt. Klar hier versuchte ich es als erstes. Den frisch angefertigten Teig knetete ich um das neue Bait-Up Blei und den Hakenköder. Der Teig gibt unter Wasser sehr schnell seine Stoffe ab und lockt somit die Fische an.

Die Montage legte ich genau dort ab, wo vor kurzem noch der Strudel war. In dem Moment entstand ein neuer Strudel und nach höchstens zwei Minuten knallte die Rutenspitze Richtung Wasser. Leider habe ich mein Stativ im Auto liegen gelassen und konnte daher nur Bilder auf der Matte machen. Als der Fisch wieder schwamm, klemmte ich mir das Tackle unter die Arme und ging wenige Schritte zum nächsten Spot. Diesmal legte ich die Montage vor ein Seerosenfeld ab, an dem schon einige Gründelblasen aufstiegen. Ich warf noch schnell ein paar kleine Teigstücke hinterher und setzte mich zurück auf meinen Klappstuhl, als sich die Schnur schon wieder spannte. Sprachlos drillte ich den Fisch und kescherte ihn ab. Der Plan schien vollkommen aufzugehen. Damit die Fische den Braten nicht riechen legte ich eine Pause ein und verbrachte die nächste halbe Stunde mit beobachten. Und fütterte die Plätze mit wenig Futter nach. Nun war auch Zeit das Stativ doch noch aus dem Auto zu holen. Zurück am Wasser ging das Spiel von vorne los, doch dieses Mal mit Stativ! Am Spot wo der erste Karpfen gebissen hatte zeigte sich nichts. Der zweite Spot lag tiefer, sodass sich die Karpfen nicht verraten konnten. Daher hatte ich hier ein besseres Gefühl. Gute zwanzig Minuten später, als ich gerade den Platz wechseln wollte meldete sich doch noch der Bissanzeiger und ich hatte den dritten Fisch im Drill. Mit sanften Schritten im hohen Gras ging ich langsam zum anderen Platz. Auch hier war das Futter weg. Bevor ich meine Sachen wieder zusammen gepackt hatte, warf ich schnell noch ein wenig Teig auf die Stelle, um den Fisch bei Laune zu halten. Wenige Minuten später lag die Montage wieder im Wasser. Ich habe es noch nicht einmal geschafft den hinteren Stick in den Boden zu stecken, da kreischte die Bremse schon wieder los. Wow, 4 Fische in so kurzer Zeit hatte ich lange nicht. Auch wenn die Fische nicht die größten waren, hat es sehr viel Spaß gemacht und vielleicht steigt beim nächsten Mal ja sogar ein Großer ein.
Luis Tempel

Lange liegt der Köder nicht am Seerosenfeld

Bait Up + Teig = Bisse

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