13.01.15

Beißzeit - Christopher Paschmanns

Marketing Manager Christopher Paschmanns hatte zwischen Dezember und Neujahr genug zu tun: Messe in Vösendorf, Kinotour mit Keep the Spirit in sieben deutschen Städten. Doch in der Zeit davor und danach nutze er die Gunst der Stunde:

Alle Jahre wieder ist der Winter so mild wie aktuell bei uns. Noch bis in den Dezember hinein läuft es sicher – besonders an den tiefen Baggerseen. Dann kommt der Kälteeinbruch mit Frost und Schnee. Doch der ist selten von Dauer. Über den Jahreswechsel färbten sich die Felder weiß, doch aktuell messe ich eine Lufttemperatur von 12 Grad tagsüber! Was noch viel wichtiger ist: Stürme durchmischen das Wasser und bringen Bewegung in die Sache. Was machen Karpfen, wenn sie sich bewegen? Sie verbrauchen Energie und müssen fressen – da schlägt unsere Stunde! Denn im Winter – das habe ich oft erlebt – ist der milde Sturm gleichbedeutend mit Beißzeit!

Der Herbst ging irgendwie fließend in den Winter über. Ich finde, das da draußen fühlt sich nach dem Herbst an, den ich im November gebraucht hätte. Zwar war ich in meinem geliebten November und bis in den Dezember hinein sehr erfolgreich – die Fische hatten auch einen guten Schnitt – der erhoffte ganz Dicke blieb aber aus. Dafür bissen sehr viele Fische – eigentlich ein September-Phänomen. Beschweren will ich mich nicht. Dass die Jahreszeiten sich jährlich ändern, macht es doch auch reizvoll.

Die kurze, aber harte Frostphase war mir auch willkommen. Denn alle Jahre wieder sorgt der Wintereinbruch für Ruhe am Wasser. Wer bisher durchgezogen hat, mottet jetzt erstmal die Sachen ein – und damit meine ich nicht nur uns Karpfenangler, sondern auch Allrounder oder Jogger. Die Gewässer legen ein anderes Gesicht auf und die frühe Dunkelheit bringt dich auch früh zur Ruhe. Gut gelegte Ruten, ein heißer Tee und im Schlafsack eingemummelt ein Buch lesen – ganz groß!

Im späten vergangenen Jahr und frühen neuen bringen mir 15er Salty Squid Boilies Bisse. Das COG-System habe ich lieb gewonnen und setze es gerne ein, auch aber immer wieder semi-fixe Inline-Montagen. Insgesamt habe ich meine Rig-Komponenten noch nie im Winter verkleinert, wie es oft angepriesen wird. Wir angeln doch auf die gleichen Fische?! Was ich bei kälterem Wasser für einen guten Tipp halte ist, dem Köder mehr Geruch und Geschmack zu verpassen. Thomas Talaga hat mir das empfohlen und es hat sich bewährt: Die Karpfen fahren ihren Stoffwechsel runter und womöglich riechen und schmecken sie dadurch auch weniger? Aktuell gebe ich meinen Boilies einen ordentlichen Schuss Squid Goo. Scheint ihnen zu schmecken, doch leider lieben die Brassen das auch...

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