07.02.19

Big Pit Life III - Josef Heinz

Einige Zeit ist es her von meiner letzten Big Pit Life Serie. Jedoch möchte ich euch meine letzte Session nicht vorenthalten. Ich erinnre mich gut an das milde Herbst Wetter, das bis Ende Oktober anhielt. Lasst uns einfach dort fortfahren, wo ich bei meinem letzten Beitrag aufgehört habe.
Es war ende September und ich hatte wieder drei Nächte zur Verfügung, um meine Eisen in der tiefen Schottergrube zu baden. Alles passte einfach! Die Stelle die ich beangeln wollte war frei und das Wetter perfekt. Eine schöne Priese Wind schlug leichte Wellen an der Wasseroberfläche. Der Luftdruck war zwar hoch, jedoch blieb er konstant auf 1023 hpa. Mittlerweile weiß jeder, der das Buch vom „Wassermann“ gelesen hat, was dies bedeutet.
Per GPS-Punkt steuerte ich meine beiden Stellen an, an der zuvor schon einige Fische fangen konnte. Über dem Spot angekommen, ließ ich die Unterwasser-Kamera auf dem Grund sinken. Kurze Kontrolle wie es da unten aussieht, danach die Montage hinterher!
Perfekt! Fraßlöcher reihten sich aneinander und kein Futter von meinem letzten Eintrag war noch zusehen. Meine linke Rute fuhr ich abseits vom Futterplatz mit einem Singlehookbait.
Ich weiß es noch ganz genau, wie viel Zeit ich brauchte um meine Montage perfekt in das nur ca. 1x1 Meter kleine Krautloch zu treffen. In einer Hand das Kamerakabel inklusive Schlagschnur und Montage, mit der anderen die Pinne um mich vom fiesen Wind an der Stelle zu halten. Das ganze dann noch achteinhalb Meter Wassertiefe. Mehr muss ich nicht sagen!
Jedoch wollte ich diese unbedingt dort platzieren, dies gelang mir schließlich auch.
Ich erwartete mir an diesen Abend nicht mehr viel da die produktivsten Stunden am frühen Morgen lagen.
Dem war dann auch so. Pünktlich um ca. 07:00 Uhr, ich saß bereits mit einer Tasse Kaffee draußen, als meine Futterplatzrute ablief. Nach kurzer Fahrt war ich den Fisch schnell oben über und nach ein paar Fluchten gab der halbstarke Schuppi auf. Ich freute mich über den Fisch, doch da musste einfach noch was geschehen, ich hatte da so ein richtig gutes Gefühl in meinen Bauch. Es war ca. 12 Uhr Mittag als ich dann wirklich noch auf meiner linken Abseitsrute den so erhofften Biss bekam. Mein Gegenüber hatte richtig Dampf und schleifte mich samt Boot quer über den See. Ich war so dermaßen nervös und als der Fisch das erste Mal im glasklaren Wasser zum Vorschein kam wusste ich das es einer der großen Spiegler war auf die ich es so abgesehen hatte.
Beim zweiten Keschermanöver schlossen sich die Maschen um ihn. Was für eine Bombe und Schönheit zugleich.

Der Zauber von der Fotosession hielt lange an und teilte die Freude mit meinem guten Freund Mathias der ohne zu zögern ins Auto stieg und dafür zu mir nach Slowenien fuhr. Am diesen Tag hatte ich keine weiter Aktion mehr und auch die Nacht verlief ruhig.
Am letzten morgen, pünktlich zur Morgendämmerung bekam ich erneut einen Lauf. Diesmal wieder die Futterplatzrute!
Ein echter Charakterspiegler, dunkel gefärbt, durchbrach er die Wasseroberfläche. Mit ihm auf der Habensseite beendete ich ein paar erfolgreiche Tage am Wasser. Mittlerweile kam ich an dem zweiten Oktober Hälfte an und mein Geburtstags Wochenende stand am Kalender! Donnerstags spät abends fuhr ich nach der Arbeit an den See wo mich mittlerweile ein guter Freund schon erwartete!
Stockdunkel und geschlaucht von der Arbeit baute ich nur noch mein Brolly auf und stellte die Liege hinein. Gemütlich mit ein paar Kaltgetränken später, ging es in den erholsamen Schlaf. Ausgeschlafen und top motiviert fuhr ich am nächsten Morgen mit Boot und Unterwasser-Kamera auf Spotsuche. Da wir zu zweit waren angelten wir diesmal auf einer anderen Stelle, von der aus wir besser agieren konnten. Im laufe des Jahres habe ich überall am See interessante Stellen in meinen GPS gespeichert um möglichst flexibel am Wasser zu sein. Bei solchen Instantsessions verwende ich ausschließlich meine geliebten Hinged Stiff Rigs. Das sind wird wirkliche Hakmaschinen auch mit ausbalancierten Ködern und die ließen mich bisher selten im Stich. Schnell fanden meine Montagen einen geeigneten Spot um ihre Arbeit zu vollrichten. Im laufe des Tages erreichten mich viele Anrufe und Glückwünsche, da ich an diesen Tag Geburtstag hatte. Meine Freundin Tamara kam am Nachmittag mit einer ordentlichen Portion steirischem Backhendl zu Besuch, wir genossen die gemeinsame Zeit am Wasser.
Weit draußen am See begannen sich einige Karpfen aus dem Wasser zu schrauben, wir hörten das platschen in der Ferne. Gute Zeichen, die Fische sind aktiv geworden. Eine mega Brasse leitete den ersten Biss ein. Ich war ein wenig genervt das sie mir meine Montage abgeräumt hatte. Beim neuen legen der Rute drehte sich keine 50m entfernt ein brachialer Fisch. Ich glaubte zu wissen, dass das direkt an meinen anderen Spot lag. Keine halbe Stunde später bekam ich dann auch auf der Rute einen Lauf. Der Drill zog sich ordentlich in die Länge, bitterkalt war es zu dem auch schon. Mittlerweile wusste ich das mein gegenüber richtig gut sein muss. Dicke Blasen stiegen an die Wasseroberfläche und dies kündigte mich an das es nicht mehr lange dauern konnte!
Endlich war der Fisch im Kescher. Ein Blick hinein, im schein der Kopflampe und ich sagte zu mir selbst „Happy Birthday to me“! Was für ein Fisch, ich war wirklich sehr dankbar und kein besseres Geschenk hätte ich mir selbst machen können. Mit diesen Zeilen verabschiede ich mich aus meinem Reihe Bigpit Life. Wir hören uns in der neuen Saison - natürlich ebenfalls am großen Gewässer!
Josef Heinz

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