06.07.18

Big Pit Life - Josef Heinz

Viele Jahre sind vergangen, in denen ich mich vor allem auf zahlreichen Schottergruben in meinem Umfeld konzentriert hatte. Irgendwann im Laufe der Jahre verlor ich dann aber die Lust darauf dort zu Angeln, da mittlerweile viele Gewässer kommerziell bewirtschaftet werden.
Das Reservieren von Spots im Vorfeld passt ganz einfach nicht in die Vorstellung, die ich von Angeln habe. Viel eher reizen mich öffentliche, wilde Gewässer.
In meinem Nachbarland bin ich nun auf einige recht interessante Gewässer gestoßen, unter anderem auf eine recht große Kiesgrube mit einem kleinen Bestand an besonderen Fischen.
Bei einer Fahrzeit von ca. 90 Minuten ist es jedoch nicht gerade die kürzeste Strecke, aber ich nehme die vielen Kilometer und den zeitlichen Aufwand gerne auf meine Schultern, denn dort finde ich die richtigen Rahmenbedingungen und die Herausforderung, die ich brauche um voll in meinen anglerischen Drive zu kommen.
Bei einer Größe von ca. 70 ha und dem geringen Fischbestand hebt sich das Gewässer recht deutlich von den typischen Gewässern der Region ab – das schreckt viele andere Angler ab, mir kommt es aber somit auch zugute. Mit dem geringen Angeldruck stehen mir in der Regel alle Optionen offen, das heißt ich kann mir dort Plätze vorbereiten und mir einen Überblick über den kompletten See verschaffen.
Natürlich habe ich mich im Vorfeld ein bisschen umgehört und erfahren, dass dort ein paar richtig dicke Dinger herumschwimmen. Da setzt man sich natürlich auch Ziele und will mit voller Kraft an die Sache rangehen!
Mittlerweile haben wir Sommer und wenn ich mich auf meine erste Session im Frühling zurückerinnere, muss ich immer wieder schmunzeln! Es war Ende April und mit den ersten wärmeren Wetterphasen wollte ich dort beginnen zu angeln.
Viel erwartete ich mir nicht. Eigentlich wollte ich viel mehr Location machen und den See genauer kennenlernen. Wobei der erste Fisch natürlich immer in Gedanken war. Klassisch passierte anfangs recht wenig bis nichts. So blieb viel Zeit, um zu beobachten. Ich beobachtete ein paar andere Angler, die irgendwie alle dasselbe machten. Rausfahren, irgendwo im See, an vermeintlich gute Spots ablegen und richtig Futter draufklatschen. Naja und alle blankten sie! Es ist eben sehr verlockend weit rauszufahren, wenn man viel Wasser vor einem hat! Der tief gebaggerte See mit einer durchschnittlichen Tiefe von ca. zehn Metern und seinen Plateaus, die nur auf maximal fünf Meter hochgehen, bietet viele Möglichkeiten zum Ablegen der Ruten und diese Vielfalt macht es manchmal nicht leicht die guten Spots zu finden. Auch ich machte anfangs den gleichen Fehler, war aber bereit auch neue Wege zu beschreiten und recht nahe in seichten Bereichen abzulegen.

Haltet eure Augen stets offen und lauscht auch einfach mal bis tief in die Nacht auf springende Karpfen - so kommt man den Fischen an vielen unterschiedlichen Gewässern auf die Schliche
Einmal unsere gelben Freunde entdeckt und beobachtet wo bzw. wie sie fressen, wusste ich recht schnell ganz genau was zu tun ist und mein Fänge sprachen eine deutliche Sprache. Zum Teil konnte ich gleich mehrere Fische pro Nacht zu einem Landgang überreden. Ich werde meine Ziele an diesem Gewässer natürlich weiterhin verfolgen und habe dort noch einiges geplant. Natürlich werde ich Euch auch weiterhin hier auf der Homepage daran teilhaben lassen.

Ein Kompromiss - keine schöne Stelle.

Wichtige Komponenten für mich!

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