01.10.13

Cassien 2013

Johannes Braith, ein Freund des Team Korda aus Österreich, war am heiligen See, dem Lac de St'Cassien im schönen Süden Frankreichs. Er erlebte eine Traumsession, die mit einigen Zweifeln begann. Doch lassen wir ihn selbst berichten:

„Darf man am Cassien denn überhaupt noch fischen, jetzt wo das ganzjährige Nachtangelverbot eine Tatsache ist? Ist es dennoch möglich, in der Nacht am Gewässer zu bleiben? Kann man mit einem Zelt am Ufer übernachten? Werden wirklich so viele PKWs am Wasser demoliert? Sind die Kontrollen der Garde de Peche wirklich so extrem streng geworden? Wie sieht es mit dem momentanen Angeldruck am Cassien aus?

Fragen über Fragen türmen sich zu einem mehrstöckigen Gebäude, welches die Antworten am Himmel verdeckt. In Situationen wie diesen gibt es meist nur einen Ausweg aus dem Labyrinth der Unwissenheit. Richtig, hinfahren und die Gegebenheiten checken. Und so machte ich mich mit Daniel Polsinger auf den Weg. Das Gaspedal meines VW Buses konnte gar nicht fest genug durchgedrückt werden, um endlich an den Ufern des heiligen Sees zu stehen. Einige Tankstellenkaffees und Baustellenschilder an der Autostrada dei Fiori später war es dann auch endlich soweit. Die letzten Kurven entlang des Südarmes wurden gemeistert und schon konnte ich die Brücke sehen. Bei der Überfahrt musste ich höllisch aufpassen, um nicht einen Unfall zu bauen, denn ich konnte meine Augen nicht vom glasklaren Wasser abwenden. Die Karten waren schnell gelöst und schon konnte die Schlepperei beginnen.

Um nicht unnötig viel Aufmerksamkeit am Wasser zu erregen, wurde auch an allen Enden Tackle eingespart. Kein Zelt, kein Rod Pod und keine unnötigen Spielereien. Nur eine Alukiste, Dry Bags, Schirm und Bedchair Covers sollten uns vor Unwettern schützen. Der größte Teil der Ladung war definitiv das Futter. Dieses war auch ein großer Bestandteil unserer Taktik. Im menschenleeren Südarm hatten wir freie Platzwahl. Das Wasser sank täglich einen Meter und wir hofften, ziehende Fische, welche ins Kreuz wollten, abfangen zu können. Großflächiges und intensives Füttern war unser Plan. Die Fische sollten Vertrauen bekommen und in Ruhe fressen können. Am zweiten Tag konnten wir auch schon einige Fische springen sehen. Jetzt die Nerven zu behalten und nicht doch eine Rute dort abzulegen, war definitiv hart - wir wollten die Fische erstmal in Ruhe fressen lassen. Unser Plan ging auf, das beweisen die Fotos. Ich verließ mich auf einfache Rigs aus dem absolut abriebfesten, robusten N-Trap in 30lb.

Die ganze Story mit reichlich Taktik, weiteren Eindrücken und einigen Antworten auf die anfangs erwähnten Fragen finden Sie in einer der nächsten Ausgaben des CHM Magazins.
Alles Gute,
Johannes Braith"

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