14.03.14

Daniels Bilanz - Daniel Brünkmans

Unser Teamangler Daniel Brünkmans erlebte einen ungewöhnlich fischreichen Winter. Hier zieht er Bilanz und erklärt, wie er vorging:

„Üblicherweise lasse ich den Winter über auch gerne mal die Karpfenruten zuhause stehen und ziehe stattdessen lieber mit der Fliegenrute los, um den Zandern und Hechten auf den Zahn zu fühlen. Aber nicht diesen Winter! An meinem Lieblingssee – einem um die 50 ha großen und bis zu 16 m tiefem Baggersee –, lief aber bis auf einen schönen Spiegler Ende November gar nichts mehr. Auch mehrere Stellenwechsel brachten bis Ende Dezember leider keinen Fisch mehr an den Haken. Es wurde also doch Zeit, auf den immer lauter werden kleinen Mann im Ohr zu hören und dass Gewässer zu wechseln, wollte ich nicht mit dem Spiegler Ende November das Jahr abschließen.

Ich entschloss mich zu einem Gewässerwechsel. Die Entscheidung fiel auf einen mittlerern Waldsee mit einem durchschnittlichen Bestand an Karpfen. Ein Riese war hier zwar nicht zu erwarten, aber das war mir egal, ich wollte einfach noch einen schönen Jahresabschlussfisch fangen. Klar, der echte Winter ist mehr oder weniger an uns vorbei gegangen. Jedoch lag die Wassertemperatur im tieferen Seebereich bei konstanten 4°C, genau wie in den flacheren Wasserschichten auch, welche je nach Tag und Wetter zwischen 3°C und 6°C schwankten.
Das macht es auch nicht grade einfacher. Wenn nicht gar schwieriger!? Die Fische könnten sich jetzt theoretisch in jeder Tiefe wohlfühlen.

Bei knackigen Dauerfrost-Perioden würden die oberen Wasserschichten hingegen immer mehr auskühlen, der tiefere Seeteil hätte dann aber immer noch konstante 4°C und wäre am wärmsten. Dadurch würden die Fische einfacher zu finden sein. Sylvester war es dann soweit und mein Bauchgefühl hat mich nicht im Stich gelassen. Gleich auf Anhieb konnte ich meine letzte Chance nutzen und das Jahr mit einen schönen kleinen Schuppi abschließen. Frohen Mutes und in der glücklichen Lage, noch frei zu haben, konnte ich gleich am 2. Januar meinen ersten Karpfen für 2014 auf der Matte begrüßen. Dem sollten noch ein paar Fische bis Ende Februar folgen.

Meine ganze Winterangelei bestand dabei ausnahmslos aus Instant-Fischen, ohne Vorfüttern.
Hierbei und gerade im Winter ist es besonders wichtig, mit schnell wahrnehmbaren Ködern – visuell wie geschmacklich – auf sich aufmerksam zu machen. Die Mainline High Impact Banoffee Boilies haben genau das für mich gemacht. Gepaart mit ein paar „Birdsandbags“ (siehe Artikel dazu in der Artikel-Rubrik auf dieser Website) und einem mit Goo-Almond geflavourten 15mm Mainline Milky Toffee PopUp, gebunden an ein Hinged Stiff Rig mit 6er Choddy Hook, war der Schlüssel zum Erfolg.

Für mich wichtig war auch die Tatsache, dass ich dabei eine Aussteigerquote von Null hatte, jeder Fisch war bombig in der Unterlippe gehakt. Was nicht selbstverständlich war, da ich immer nur einzelne Bleeps als Bisse hatte. Die Fische fraßen, ohne sich groß zu bewegen. Gerade in solchen Situationen können Kleinigkeiten über Erfolg und Misserfolg entscheiden, die letzten Zentimeter sind dann noch wichtiger als sonst. Ich hoffe ihr konntet auch schon den einen oder anderen Erfolg dieses Jahr verbuchen und wenn nicht: Die Saison ist noch jung!
Tight Lines, Daniel“

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