22.04.13

Das Fluoro-rig – Patrick Wanhal

Unser Freund Patrick Wanhal aus Österreich stellt uns sein Flouro Rig vor! Welche Vorteile er darin sieht und wie er es bindet lest Ihr hier...

PW:
Für einige sind Fluocarbonrigs kaum weg zu denken und vielleicht sogar das Nonplusultra, für die Anderen kommt nur Geflecht in Frage da es um einiges flexibler ist und eher zu einem guten Hakeffekt führt. Lange war auch ich ein Verfechter von Stiff bzw. Fluocarbonrigs! Einige Versuche scheiterten gleich anfangs, die Folge war dass ich kein Vertrauen aufbauen konnte und so blieb ich beim flexiblen Geflecht. Noch dazu passierte dies am Donaustrom, wo Bisse ohnehin eher Mangelware sind und jeder verlorene Fisch einem Tritt in die Kronjuwelen gleicht! Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht mehr wie das Rig damals genau aussah und weshalb es nicht funktionierte!? Die positiven Eigenschaften wie „kein verheddern beim Werfen“ oder „kaum sichtbar unter Wasser“ sprachen logischerweise für das Fluocarbon, jedoch hatte es wenig Sinn für mich wenn ich mich nicht auf einen guten Hakeffekt verlassen konnte! Besonders in der Nacht lässt es sich doch wesentlich besser schlafen wenn man weiß, dass die Montage perfekt liegt und nicht 15 mal um die Hauptschnur gewickelt ist. Man hat dann zwar eine ruhigere Nacht weil die Montage tot am Grund liegt, das ist aber natürlich nicht Sinn der Sache. Es ließ mir aber keine Ruhe und so konnte ich mich doch dazu überwinden mit Fluocarbon zu experimentieren! Eines Abends setze ich mich also hin und probierte einige Varianten des Fluorigs durch. Was mich allerdings störte, war dass beim normalen No Knot der Hakenschenkel mit der Fluocarbon nicht in einer Flucht war, sprich, der Haken stand leicht ab! Nicht schön fürs Auge und unter Umständen vielleicht auch negativ für den Hakeffekt, dachte ich. Da ich in meiner Passion ein Perfektionist sein möchte und ständig daran arbeite, musste ein anderer Knoten her bei dem eben der Haken mit der Fluocarbon eine Flucht bildet, ohne es vorher in der Rigbox aufspannen zu müssen! Nach kurzen Überlegungen kam mir jener Knoten in den Sinn, den mir mein Vater in frühester Kindheit schon beibrachte. Ich war damals zwar erst 5 Jahre alt, dennoch kann ich mich auch heute noch sehr gut auf diesen Moment erinnern. Es war der normale „Plättchenhakenknoten“, den ich wahrscheinlich hunderte male gebunden hatte, bevor ich mich auf die Karpfenangelei spezialisiert hatte. Die ersten Versuche sahen sehr gut aus, der Haken bildete mit der Fluocarbon eine gerade Linie! Nun musste noch ein Haar her. Eine Lösung war schnell gefunden, ich arbeitete einfach ein weiches Geflecht in die Windungen des Plättchenhakenknoten ein. So weit so gut! Jetzt hatte ich immer noch das Problem mit dem steifen Material wodurch der Haken nicht wirklich gut drehen konnte. Wie bei den meisten Fluorigs war auch hier ein großer Schlaufenknoten am Ringwirbel die Lösung, der das Vorfach perfekt arbeiten ließ, egal aus welcher Richtung der Fisch den Köder einsaugt! Nun stand die erste Session mit dem für mich neuen Rig an. Ich war zwar voll und ganz von der Effektivität dieses Rigs überzeugt, dennoch hatte ich ein ungutes Gefühl dabei. Die Erinnerungen an die ersten Versuche mit Fluorocarbon hatte ich noch immer im Hinterkopf! Die Montagen waren nun ausgebracht und das Warten begann. Ich ging das Risiko ein einen Fisch zu verlieren, schließlich wollte ich die angesprochenen positiven Eigenschaften nutzen! Es kam zu einem Biss den ich auch verwerten konnte, der Bann war gebrochen! Mit jedem weiteren Fisch den ich mit diesem Rig auf die Matte legen konnte, schwanden auch die negativen Erinnerungen, welche ich mit diesem Rig anfangs in Verbindung brachte. Nicht nur in klaren Gewässern ist dieses Rig seit damals mein Favorit, sondern auch in fließenden und hindernisreichen Gewässern kommt es zum Einsatz!
Probiert´s doch mal...

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