24.07.13

Das Naked Chod Rig - Max Brodehl

Teammitglied Max Brodehl hat das Naked Chod Rig für sich entdeckt. Lest, warum, welche Vorteile es hat und wie Ihr es einsetzt:

„Kurz vor der Sommerzeit habe ich mir einen relativ flachen Platz ausgesucht, den ich längere Zeit befischen wollte. Ein wenig Kraut an meiner Markerrute zeigte, dass der Untergrund nicht komplett frei war. Daher entschied ich mich eine Rute mit einem Chod Rig zu bestücken und mein Glück mit einem Pop Up zu versuchen. Anhand des Seegras‘ konnte ich ungefähr abschätzen, wie hoch der Pop Up über dem Gewässergrund schweben sollte. Ein zu hoch auftreibender Köder sieht meines Erachtens nach sehr unnatürlich aus, wohingegen ein kurz über dem Kraut schwebender Köder einfacher für die Fische zu finden ist. Diesmal sollte es das „Naked Chod Rig“ sein. Dabei handelt es sich um ein Chod Rig, welches direkt auf der Hauptschnur aufgezogen wird, ohne einen Leader oder Leadcore zu benutzen. Zur Herstellung benötigt man lediglich das Naked Chod Safety System, ein Chod Rig (selbst gebunden oder fertig gekauft), Pop Ups eures Vertrauens, ein Heli Bead und ein Blei.
Die Herstellung ist denkbar einfach! Eine genaue Bauanleitung für das Naked Chod Safety System ist in der Verpackung sogar enthalten.
Der Vorteil des Chod Rigs liegt meiner Meinung nach in der nahezu verhedderungsfreien Präsentation. Sollte es zu einer Aufnahme des Köders kommen und der Fisch sollte sich nicht sofort haken, kann man sich sicher sein, dass dieses Rig immer noch funktionsfähig den Köder präsentiert.
Das Chod Rig sollte man mit absolut schlaffer Schnur (Slack Line) verwenden. Somit ist eine bessere Bissregistration gewährleistet und die Fische schöpfen rund um den Hakenköder keinen Verdacht. Mit einer schnell sinkenden Hauptschnur (wie z.B. Subline oder Kontour) liegt das Rig gut getarnt kurz über dem Gewässergrund. Rund um den Hakenköder passt sich die Hauptschnur optimal den Konturen des Bodens an. Dass ein Fisch bei der Aufnahme des Köders nicht immer auf Anhieb hakt passiert leider viel öfter als wir es vielleicht vermuten. Dies habe ich auch bei meiner Session erfahren müssen. Bevor es zu einem Anbiss kam stieg mein Stow 4-mal Richtung Rutenblank und sank danach wieder in seine Ausgangsposition. Am Morgen kam dann endlich der ersehnte Run. Nach einer kurzen Zeit glitt ein schöner Schuppenkarpfen in die Maschen meines Keschers.

Das Naked Chod Rig hatte zugeschlagen. Bombenfest hing der 6er Choddy in der Unterlippe des Schuppenträgers.
Falls einem der Abstand zwischen Blei und Haken mit dem Heli Bead nicht ausreicht, kann man einen Wirbel dazwischenschalten und somit den Abstand von Blei und Haken verlängern. Zuletzt sei noch erwähnenswert, dass dieses Rig absolut fischsicher ist. Sollte es einmal zu einem Schnurriss kommen, kann der Fisch aufgrund der No Trace Bead (offene Perle) die Hauptschnur samt Blei ohne Probleme loswerden. Probiert es doch einfach mal aus!
Viel Erfolg und Petri Heil,

Max Brodehl“

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