24.02.17

Der Anfang ist gemacht - Stefan Lutzer

Es ist erst Mitte Februar und trotzdem kann sich der Winter so langsam getrost verziehen. Hat uns schließlich lange genug in seinen Fesseln gehalten. Einige Teile von Deutschland sind noch im Dauerfrost. Bei mir hingegen sind die Gewässer fast Eisfrei. Dann kommen noch die Englische Masteclass 4 und kurz danach auf der Carp Zwolle die dritte deutsche Masterclass raus und macht die Zeit bis zum Saisonanfang fast unerträglich. Täglich sieht man in den sozialen Medien Bilder vom Vergangenen Sommer oder Herbst. Die aktuelle Zwangspause bedingt durch Eis und Schnee wird zur Qual. Ich muss raus! An die frische Luft, meinem Hobby nachgehen und einfach mal ein paar Stunden am Wasser sein. Die Rollen sind frisch mit neuer Schnur bespuhlt, die Ruten sind blitze blank geputzt, Rigsafe voll und der Rest der Ausrüstung ist startklar. So sollte es dann doch recht spontan ans Wasser gehen. Der Plan war es ohne Futter mit auffälligen Montagen die Fische zu suchen. In diesem Falle verwendete ich Naked Chod Rigs. Diese Köderpräsentation ist sehr unauffällig und erlaubt es mir die Montage auch auf unbekannten Gewässergrund vertrauensvoll zu präsentieren. Das Gewässer ist ein kleiner Schlossteich mit etwa 1,2 bis 1,4m Wassertiefe. Sehr flach aber die ersten wärmenden Sonnenstrahlen haben mir in der Vergangenheit schon so manche Überraschung beschert. So auch dieses Mal. Ich hatte mich mit meinem Freund Bert verabredet um etwa vier Stunden den Schlossteich zu beangeln. Nach etwa einer erfolglosen Stunde auf dem ersten Platz wechselten wir an den Hauptteil des Sees. Hier verteilten wir die Ruten an einem überhängenden Baum strategisch so, dass keine Rute durch eine andere aus dem Spiel genommen wurde. Als Hakenköder verwendeten wir ausschließlich Pop Ups. Gelb, Orange, Pink und weiß waren die ausgewählten Farben. Mit den ausgewählten Farben wollten wir den visuellen Reiz voll ausspielen. Mein Freund Bert setzte auf Mulirigs und verwendete dazu noch einen kleinen Stickmix mit Haferflocken, welche wir mit dem Krusha noch zusaätzlich zerkleinerten und Pinapple Goo. Das Ziel war es durch die weißen Krümel und das grün gelb schimmernde Goo einen zusätzlichen Reiz zu setzten. Es dauerte etwa zwanzig Minuten bis zum ersten Biss. Ein zaghafter Biss auf meine Rechte Rute. Der erste Fisch 2017 hing am anderen Ende der Schnur. Bei der geringen Wassertemperatur leisten die Fische noch nicht viel Wiederstand und so konnte ich nach kurzem Drill den ersten Karpfen der Saison 2017 keschern. Während ich diesen Fisch drillte lief auch eine Rute von Bert ab. Binnen weniger Minuten fingen wir beide unsere ersten Fische. Der Platzwechsel hatte sich definitiv gelohnt. In den nächsten vierzig Minuten konnte ich dann noch drei weitere Fische fangen. Wir hatten die Fische gefunden und brauchten nicht einen einzigen Boilie füttern. Das war ein Saisonauftakt nach Maß. In wenigen Stunden konnten wir mit wenig Aufwand insgesamt fünf Fische fangen. Jetzt kann die Saison 17 richtig beginnen. Für mich stehen jetzt noch ein paar Messen auf dem Plan. Vielleicht sieht man sich dort.
Viel Erfolg für 2017
Stefan Lutzer

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