19.10.15

Der Bademeister Brase

Mensch was war das wieder für eine Zeit… Kreischende Kinder, Unfälle am Beckenrand und Überstunden en Masse! Mein Sommer stand wieder unter dem Stern der Arbeit - und das Angeln stand hinten an. Es war schon niederschmetternd, ständig zu lesen, dass viele die Zeit nutzten, um mal eben wochenlang nach Frankreich zu fahren und dann noch die ganzen Fangmeldungen… es war echt nicht leicht für mich! Naja gut, Bademeister zu sein hat auch sein gutes: Sommer, Sonne, Bikinis und so ;-) Und außerdem folgt bei mir auf eine lange Arbeitsphase ein ziemlich langer Urlaub in der Herbst-Winter-Saison - mit vielen, vielen Sessions im In- und Ausland. Doch es gab sie auch diesen Spätsommer: Die Ausnahmen, nicht zur Arbeit fahren zu müssen, sondern das Wasser und die Kraft der Ruhe aufzusuchen!
Insgesamt kam ich auf genau 3!!! Nächte, aber die konnte ich dafür sehr erfolgreich gestalten...

Lange stand der Stow nicht still

Es läuft gut!

Gefischt habe ich an einem kleinen Vereinssee ganz in der Nähe meiner Arbeit. Ich muss immer erreichbar sein als Chef eines Schwimmbades, denn falls mal irgend etwas schief geht muss ich sofort vor Ort sein. Dieser See birgt jetzt nicht gerade Riesenfische, ich weiß von Karpfen bis Mitte 20 Pfund, allerdings interessieren mich in meinen Ausnahmenächten nicht die Gewichte, sondern das Erlebnis mal wieder am Wasser sein zu können. Da ich nie genau sagen bzw. planen konnte, wann ich wieder angeln fahren kann, war ich gezwungen den kompletten Sommer regelmäßig (sehr wenig) Futter rein zu bringen. Somit hatte ich immer einen Futterplatz, auf dem die Fische ohne Scheu fressen konnten und ich hatte die Chance in den wenigen Nächten, dieses gewonnene Vertrauen der Karpfen auszunutzen und richtig abzuräumen! Nur wo sollte ich diesen Platz anlegen? Ich war ja nicht der einzige Hunter hier am See und die ganzen freien Stellen wurden immer wieder behackt - obwohl… es gab da diese eine Stelle am See die noch nicht alt ist und erst seit kurzer Zeit frei ist, da dort eine uralte Eiche das zeitliche gesegnet hat. Nach meinen Informationen waren die anderen Anglern an dieser Stelle nicht interessiert, weil sie ja ihre Plätze hatten, also ergriff ich meine Chance und nutze den freien Platz für mich. Leider hatte ich keine Zeit für Sachen wie Platz ausloten etc und verließ mich auf mein Bauchgefühl, welches mir sagte, dass die Fische schon kommen, wenn dort regelmäßig gefüttert wird. So die Theorie, doch ganz schnell zeigte sich, dass meine Überlegungen genau richtig waren! Die Fische hatten meinen Futterplatz super angenommen und gaben Hartgas! Es war keine Nacht dabei, wo ich unter 10 Fischen wieder zur Arbeit gefahren bin - entsprechend müde war ich. Ein besonderes Highlight hatte ich aber doch noch: Ein Two-Tone-Schuppi zeigte sich auf der Matte, von dem ich zuvor nie etwas gesehen geschweige denn gehört habe. Ok kann vorkommen, aber nicht wenn es der erste Fisch mit 30 Pfund dort ist! Unbekannter Fisch, Seerekord… kann man mal machen! Nun bin ich erstmal froh, dass der Sommer zu Ende ist und mein 6-monatiger Urlaub bald beginnt. Endlich wieder öfter ans Wasser, mal sehen was für Erlebnisse ich diesen Herbst sammeln kann.
Bis dahin,
Tight Lines

Jan Brase

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