30.10.17

Der Eine - Josef Heinz

Nach einem heißen, arbeitsreichen Sommer und nicht wirklich viel Zeit zum Angeln, stand endlich der Herbst vor der Tür. Somit begann für mich mein zweiwöchiger Urlaub. Die ersten Tage verbrachte ich mit meiner Freundin, Familie und natürlich mit Vorbereitungen für eine mehrtägige Session an einem der ganz großen Naturseen Kärntens. An einem Sonntagvormittag ging es dann endlich los. Von Anfahrt und Tackleaufbauen werde ich euch nicht viel berichten. Somit geht’s direkt weiter zur Spotsuche und wie ich an solch großen Gewässer herangehe. Da ich diesen See schon des Öfteren und zu jeder Jahreszeit beangelt habe, tue ich mir mit meiner Stellenwahl um einiges leichter:

Es war Anfang September, die richtig heiße Zeit hatte begonnen und unsere gelben Freunde fangen jetzt richtig an zu fressen. Eine der produktivsten Tiefen liegen dort zwischen sieben und zehn Metern, da fing ich auch an zu angeln. Meine beiden Ruten auf unterschiedliche Tiefe gestaffelt, füttere ich pro Spot am Anfang ca. 5-7 kg Boilies und die gleiche Menge an Tigernüsse, schön großflächig verstreut. Gleich am Abend konnte ich meinen ersten Karpfen mit 16 kg fangen. Es war der perfekte Start. Meine CQ Swivel als Leadsystem und Hinged Stiff Rig als Vorfach leisteten hervorragende Arbeit in den nächsten Tagen. Bedacht wählte ich diese Komponenten, da es bei diesem See zu Weißfischproblemen kommen kann. So habe ich einen schönen Reset Effekt von meinen Rig, wenn die kleinen Plagegeister bei meiner Montage ihr Unwesen treiben. Es war einfach alles tipptopp, die Jahreszeit, das regnerische Wetter und reichlich Futter im Gepäck, was dort an diesem See wirklich was bewirken kann. Die Zeit verging wie im Flug. Die Fische bissen bei Tag und Nacht, sowas hatte ich sehr selten erlebt. Mit Fischen bis zu 18 kg und ein paar richtige schöne Unikate war für mich eigentlich schon alles geritzt.
Was dann aber noch geschah, ist für mich nicht leicht in Worte zu fassen. Jeder wird es kennen, wenn man an gewisse Sachen glaubt, ja schon fast etwas heraufbeschwört und dies dann auch noch zutrifft. Ich angle an diesem See schon sehr viele Jahre, mit richtig guten Fischen und tollen Erlebnissen. Heuer im Frühjahr angelte ich dort mit Peter Haudum vom Boot aus. Ich erzählte ihm dort schon von meinem Ziel, einen Fisch zu fangen der einfach alles schlägt, ja einfach der absolute Ausnahmefisch. Als dann am Mittwochabend meine Keschermaschen diesen Fisch umschlossen, war es wirklich geschehen! Der erste Blick in den Kescher und ich wusste es: Das war er! Dieser Moment war und ist für mich bis heute noch unbeschreiblich. Ein solch massiver Schuppi, ich war einfach nur überwältigt, als der Zeiger dann bei 30 kg stehen blieb. Mit diesem Fisch beendete ich diese Session und fuhr am nächsten Tag heim. Zwar einen Tag früher als geplant, aber so konnte ich dieses Geschehen ein wenig verarbeiten. Dafür musste ich mir einfach Zeit nehmen... Und so fuhr ich am Freitag dann ausgeschlafen und erholt nach Oberösterreich zu unseren Korda-Treffen vom Team Austria. Natürlich mit sehr viel Gesprächsstoff im Gepäck.

Puh, 30kg wollen gehoben werden...

Was für ein Urfisch!

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