30.03.16

Der perfekte Start - Stefan Lutzer

Die Tage werden merklich länger, die Temperaturen klettern ganz langsam aus dem Keller und die Natur erwacht wieder zum Leben. Die perfekte Kombination, um die Saison 2016 zu starten. Die Wahl für die erste Tour nach der Winterpause fiel bei mir auf einen kleinen Schlossteich. Dieser hat eine Größe von etwa 1,5 ha und eine Durchschnittstiefe von ca. 1m. Eine Woche zuvor war dieser noch mit einer 2cm dicken Eisschicht bedeckt, aber da die Temperaturen um einige Grade nach oben geklettert waren, war dieser zum Beginn der Woche wieder eisfrei. So begann ich mittwochs damit, 300gr gekochten Hartmais gemischt mit ein paar Tigernüssen und wenigen 14mm Boilies zu füttern. Diese Prozedur wiederholte ich bis einschließlich Freitag. Am Samstagmittag sollte es dann an den Teich gehen. Ich war selbstverständlich heiß wie Frittenfett, obwohl für die kommende Nacht wieder Frost gemeldet war. Das war mir aber völlig egal. Es schien die Sonne und das Thermometer zeigte satte 9 Grad an. Schnell baute ich mein Brolly und das Set Up auf. Durch das Vorfüttern hatte ich die Markerrute noch geklippt und so konnte ich schnell die Ruten ablängen. Befischen wollte ich einen Bereich direkt vor überhängenden Bäumen. So mussten die Ruten sehr genau abgelängt werden, um auch nachts ohne Probleme den Spot wieder zu treffen.


Farbe fängt jetzt!

Erfolgsmische.

Als Köder verwendete ich auf einer Rute einen Schneemann, bestehend aus einer Tigernuss getopt mit einem 10mm pinken Pop Up. Die zweite Rute fischte ich ebenfalls als Schneemann, aber mit einem 14mm Boilie und einem kleinen, weißen Pop Up. Mit den Rigs hielt ich es simpel. N-Trap Soft in 20pfd und ein Kurv Shank X in Größe 8 sollte das Ding richten. Das Rig band ich komplett steif durch. Das Haar jedoch ließ ich weich und mit Hilfe von etwas Silikonschlauch im Hakenbogen austreten. So dreht der Haken blitzschnell. Die Ruten lagen keine halbe Stunde das meldete sich die Rute mit dem Tigernuss-Schneemann. Schneller Anhieb und der erste Fisch war im Drill. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Der Fisch wurde schnell versorgt und in sein Element entlassen. Die Rute erneut abgelängt und zurück auf den Spot geworfen. Nun dauerte es wieder nicht lange bis zum nächsten Biss. Ein schöner Spiegler im prächtigen Winterkleid hatte die Tigernuss inhaliert. Klasse! Nach Tagen unter dünner Eisdecke gefolgt von ein paar warmen Tagen hatten die Fische scheinbar hunger bekommen. Und so war es auch. Nun fing ich bis zur Dämmerung im 45 Minuten Takt Fische. Als es aber dann dunkel wurde, ließen die Bisse nach. Es war eisig. Das Brolly von außen, wie innen mit Eis bedeckt, der Kescher steinhart gefroren und die Abhakmatte glich einer schweren Holzbohle. Höchste Zeit sich in den wärmenden Schlafsack zu verkrümeln. So schlief ich relativ gut und fest. Bis 02:30. Dann kam der erste Fisch in der Dunkelheit. Ihn hakte ich jedoch direkt im Wasser ab, um ihm durch die Kälte Verletzungen zu ersparen. Die letzten beiden Fische der Tour bissen dann wieder in der Morgendämmerung. Als es etwas heller wurde konnte man langsam erkennen, dass der Teich über Nacht zur Hälfte zugefroren war. Wahnsinn!! Trotz der Kälte Fische gefangen zu haben machte mich Mega Glücklich. So konnte ich völlig entspannt nach einer Tasse Kaffee meine 7 Sachen einpacken und die Heimreise antreten!!
Viel Erfolg
Stefan Lutzer

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