17.10.13

Donaukarpfen

Team Kordas Patrick Wanhal hat sich der Donau östlich von Wien verschrieben, einem großen, wilden Fluss, der nach jedem Hochwasser sein Gesicht ändert. Vor welche Schwierigkeiten das unseren Pionier stellt, lesen Sie hier:

„Lange Durststrecken sind ja am Fluss keine Seltenheit, man kann Sternstunden erleben, man kann sich aber auch wochenlang den A... wund sitzen und keinen einzigen Fisch fangen! So erlebt im Jahre 2012. Unzählige Sessions brachten keinen Fisch, selbst an den besten Spots legte ich beachtliche Blankserien hin, es war zum Verzweifeln! Da macht man im Grunde nichts anderes als im Jahr davor, fischt an Spots die oft Fische brachten, bei gleichem Wasserstand, in der selben Jahreszeit, bei ähnlichem Wetter,...aber nichts. Scheinbar war aber das der Fehler! Ich vernachlässigte anscheinend die Flexibilität, die an solchen Gewässern so wichtig ist. Zu sehr vertraute ich auf die Spots, die mir zwar schon viele Fische brachten, ein Jahr später aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr interessant genug für die Fische waren!

Was war passiert? Struktur verändert? Natürliche Futterplätze verlagert? Wie auch immer, ich sollte etwas ändern. Ich musste einen anderen Weg gehen…ob dieser dann der richtige wäre, würde ich erst am Ende wissen, aber schließlich konnte es ja nicht mehr schlechter werden! Das schwere Hochwasser in diesem Jahr strukturierte den Donaustrom östlich von Wien enorm um! Tiefe Rinnen die das Kehrwasser der Buhnen - wo einst gute Karpfen gefangen wurden - waren auf einmal nicht mehr da. Stattdessen formte das Hochwasser dort eine riesige Schotterbank. Tiefen Löchern fehlten plötzlich einige Meter, dafür wurden wo anders Löcher ausgespült, wo zuvor nur flachere Bereiche zu finden waren. Es ist fast so als würde man einen anderen Abschnitt befischen! Es nutzte nichts, ich musste mit dem Loten wieder von vorne beginnen, um mir zumindest fürs erste einen groben Überblick zu verschaffen. Es ergaben sich sehr viele neue vermeintliche Hotspots, so dass ich erst gar nicht wusste, wo ich als erstes eine Session starten sollte. Ich folgte meinem Bauchgefühl und wählte einen Spot, den ich zuvor nie richtig beachtete. Dieser hatte sich von der Struktur eigentlich nicht wesentlich geändert und war für mich auch nie so richtig interessant. Irgendwie wollte ich aber trotzdem dort mein Glück versuchen! Ich wollte einfach nicht nach den selben Prinzipien fischen wie sonst auch – ich wollte was grundlegendes ändern, was ich mit dieser Spotwahl auch machte…und es war gut so! Meine Flexibilität hat mir die Flusssaison gerettet!
Alles Gute,
Patrick Wanhal“

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE