13.10.17

Durchhalten - Loreen Schmidtke

Obwohl 2017 schon in der Silvesternacht für mich am Wasser begann, schien es einfach nicht mein Jahr werden zu wollen. Das Chaos zeigte sich schon am Neujahrstag, als eine dicke Eisschicht auf dem Wasser mir den Rückweg zu meinen Auto versperrte und das gesamte Tackle über eine Strecke von 1 km getragen werden musste. Das ganze Schauspiel dauerte geschlagene 2 Stunden. Ein Trolley wäre hilfreich gewesen, aber der lag natürlich in der heimischen Garage.

Das Frühjahr war zäh
Leider hatte der kalte Winter es auch nicht eilig sich zu verziehen und somit schaffte ich es erst Mitte März für ein Wochenende fischen zu fahren, bevor es dann für 6 Tage an die Ostsee auf Meerforellenjagd gehen sollte. Der erste Fischkontakt kam, wenn auch die Gewichtsklasse noch Luft nach oben lies. Doch im Frühjahr spielt es keine Rolle denn nach der langen Zeit war es Balsam für die Anglerseele
Ab Ostern wollte ich wieder richtig starten und mir die Wochenende möglichst nur noch am Wasser um die Ohren schlagen. Doch auch in den folgenden Sessions blieb der gewünschte Erfolg aus. Mitte Mai , zu einer top Zeit wie man denkt, wollten wir eine Woche gemeinsam mit unseren Freund Mathias fischen. Doch auch hier empfing uns der wiederkehrende Frost. Unmöglich zu dieser Zeit, sollte man meinen, aber es sollte scheinbar einfach nicht sein. Dem wunderschönen Gewässer musste ich nach 5 Nächten mit nur einen Fisch von 12 kg „Goodbye“ sagen. Ich hoffe nicht für immer.

Hochdruck pünktlich zum Wochenende
Das Frühjahr ging dahin und das „Sommerloch“ hatte mich zum ersten mal so richtig in seinen Fängen. Ich versuchte mein Glück an Gewässern die ich sonst eigentlich meide. Durch bekannte große Fische ist auch der Angeldruck dementsprechend hoch. Da ich normalerweise eher die Ruhe am Wasser genieße und das Unbekannte suche sieht man mich dort nur selten. Aber auch hier war das Glück nicht auf meiner Seite. Das Hochdruckgebiet mit Temperaturen um die 25 Grad kam meist pünktlich zum Wochenende. An dem flachen Gewässer ein „Fresskiller“.

Man sollte seiner Sache treu bleiben
Mitte August trieb es mich an den See zurück den ich seit 2016 intensiv befische. Durch den starken Krautwuchs hatte es sich im Laufe des Jahres stark verändert und der Großteil der Spots waren nicht mehr befischbar. Doch dieses Gewässer lässt mich einfach nicht los. Ich wollte sehen wie es sich entwickelt hat. Die Bedingungen waren gut, Wind, Regen und ein Luftdruckabfall auf 1011hPA liesen wieder Hoffnung in mir aufkeimen. Das Faltboot war schnell beladen und es ging zum vertrauten Platz. Mit dem Echolot lies sich schnell feststellen das das Kraut am absterben war und ich die abfallenden Kanten wieder befischen konnte. Auffällige Pop-ups am Hinged Stif Rig sollten den schnellen Erfolg bringen. Der 6er Choddy ist hierfür immer meine erste Wahl. Das Mouthtrap in 25lbs lies ich ca. 5 cm lang um den Köder oberhalb der leicht bewachsenen Bodens zu präsentieren.

Der Knoten ist geplatzt
Mein Gefühl sollte mich nicht im Stich lassen. Schon nach ein paar Stunden durfte ich den ersten langen, kampfstarken Schuppi in die Kamera halten. Ein Gewitter nach dem anderen zog vorüber und die Fische waren richtig in Fresslaune. Am frühen Morgen kam einer der besseren Spiegler des Sees. Das Wochenende verging wie im Flug. Zwar mit wenig Schlaf aber neuer Euphorie. Die schlechte Zeit war nun hoffentlich vorüber. Meine liebste Jahreszeit rückt näher-der Herbst.
Euch allen viele erfolgreiche Stunden am Wasser
Grüße Loreen

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