27.08.19

Ein Rückblick - Josef Heinz

Tapetenwechsel zum Frühling

Zu Beginn dieser Saison im Frühling hatte ich in diesem Jahr berufsbedingt schon einige Sessions im benachbarten Ausland geangelt. Die Ausbeute war gering und die Blanks steckten mir in den Knochen. Der Frühling kam wie gerufen, denn ich musste meine Blankserie endlich mal los werden und begann an einem überschaubaren Gewässer zu angeln.

Flexibel zum „großen Grauen“

Bei einer gemeinsamen 48-Stunden-Session mit meinem guten Kumpel und Korda Kollegen Gerald Melzer zeigte sich wieder einmal wie wichtig richtige Platzwahl und Flexibilität wirklich ist. Freitag abends trafen wir uns an einem Vereinssee, um über das Wochenende gemeinsam zu angeln. Bei der Platzwahl verließ er sich auf mich und wir bezogen einen Spot in den ich bereits gutes Vertrauen hatte. Mit dem ersten Fisch, der spätabends auf Geralds Rute kam, waren wir uns beide sicher, dass wir den Platz richtig gewählt haben. Satte 24 Kilogramm brachte der Spiegler auf die Waage, was für ein Start für „Geri“. Leider blieb es aber auch bei diesem einzelnen Fisch. Am nächsten Morgen zeigten sich einige Fische zirka 200 Meter weiter oben direkt am Schilf springend. Mehr Zeichen brauchten wir nicht, um gleich die Stelle zu wechseln und attraktive Pop ups auszuwerfen. Danach ging alles sehr schnell und im Laufe der restlichen Zeit, die uns noch verblieb, räumten wir so richtig ab. Single Hookbaits, gelbe Pop ups in Goo gedippt, waren der Bringer. Wir legten wirklich eine tolle Serie an Fischen hin, darunter auch den großen „Grauen“ mit fast 25 Kilogramm. Ein Zielfisch, den ich schon länger im Kopf hatte. Dieses Wochenende war für mich ein erfrischender Augenöffner und zeigte es wieder wie wichtig es ist flexibel zu sein.


Der „Drei Minuten Fisch“ - mobile Angelei im Sommer

Einfach eine krasse Nummer, die da abging und ich muss jetzt noch darüber schmunzeln, wenn ich daran denke. An einem frühen Donnerstagnachmittag fuhr ich zum See, um ein paar Stunden zu angeln. Bis am Abend konnte ich zwei Fische fangen, was für den dünnen Seebestand wirklich top war. Die Fische waren anscheinend in guter Fresslaune und so verteilte ich am Abend noch ein bisschen Futter um am nächsten Tag das Ganze hoffentlich zu wiederholen. Nach meinem Termin am Freitagvormittag fuhr ich direkt und ohne Umwege zum See und warf meine Ruten auf die Plätze vom Vortag. Irgendetwas war jedoch anders, kein einziges Zeichen von einem Karpfen war auf dem Areal zu sehen. Nach zwei Stunden Angeln ohne jegliche Aktion verließ ich meinen Platz und spazierte den Waldweg entlang, natürlich in der Hoffnung Fische zu finden. In einer kleineren Bucht sah ich dann wirklich einen einzelnen Fisch beim Gründeln. Das Wasser war jedoch schon so eingetrübt, dass ich nicht sehen konnte, um was es sich wirklich handelt. Leise, jedoch eilend huschte ich zurück zum alten Platz, kurbelte beide Ruten ein, griff mir einen Kescher und steckte mir eine Handvoll Boilies in die Hosentasche. Erneut schlich ich mich vorsichtig an, der Fisch fraß direkt an einem Busch der in das Wasser ragte, vielleicht drei Meter vor mir. Jetzt bloß keinen Fehler machen. Ich schnickte drei zerdrückte Boilies in das braun aufgewühlte Wasser. Mit meiner Montage überwarf ich den Fisch um gut zwei Meter und kurbelte sie dann behutsam in unmittelbare Nähe der braunen Wolke. Diese folgenden drei Minuten waren Spannung pur, stalken wie aus dem Bilderbuch - inklusive Anbiss! Die Bremse meiner alten ST Rauchte förmlich auf, als mein gegenüber die Flucht ergriff. Es war einfach ein mega Erlebnis und Nervenkitzel pur. Alles weitere lass ich nur noch mit Bildern sprechen. Wir hören hoffentlich bald wieder, jetzt beginnt eine heiße Zeit am Wasser!

Greets, euer Josef

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