15.12.15

Eine andere Einstellung - Max Brodehl

Oh man, was waren das für Wochen/Monate? Was war das für ein Jahr? Da war er plötzlich, der Einstieg in das feste Berufsleben. Tag ein, Tag aus auf der Arbeit malochen. Wo ist es hin, das Studentenleben? Morgens erst um 10:00 Uhr aufstehen, unter der Woche mit Kumpels Bier trinken gehen und vor allem unter der Woche fischen gehen. Der Traum eines jeden Anglers - das Gewässer unter der Woche für sich alleine zu haben. Alles vorbei… So, nun aber Schluss mit der elenden Jammerei. Endlich fertig mit dem Studium und raus in die Arbeitswelt. Ich bin heilfroh einen vernünftigen Job bekommen zu haben, der mir vor allem auch Spaß macht. Natürlich hat sich meine Angelei dadurch auch verändert! Aber ist das denn schlimm? Ganz im Gegenteil, behaupte ich. "Montag auf Dienstag nichts gefangen, dann probiere ich es wieder von Donnerstag auf Freitag". Nein, das gibt's nicht mehr. Einen bestimmten Fisch "aussitzen"? Wie soll das noch funktionieren? Durch die begrenzte Zeit habe ich mich selbst dabei ertappt, auch wirklich alles zu unternehmen, um die kurzen Sessions auch möglichst erfolgreich und effektiv zu gestalten. Ich habe mir schlichtweg mehr Mühe gegeben. Seien es präziser ausgewählte und ausgelotete Spots, mehr Gedanken über Futtertaktiken oder bestimmte Veränderungen zu den jeweiligen Angelsituationen - wer sich Mühe gibt, wird früher oder später auch fürstlich dafür belohnt. Das ist für viele sicherlich nichts Neues. Bei viel Freizeit verfällt man jedoch schnell in einen Trott à la „laissez faire“. Irgendwann wird der Dicke schon beißen...

Gutes, schnell arbeitendes Futter ist ein Schlüssel

Wenn ich angeln gehe soll der Kescher auch nass werden

Mit einer komplett anderen Einstellung versuchte ich, mein diesjähriges Angeljahr so positiv wie möglich zu gestalten. Daher bin ich in diesem Jahr immer nur mit der Prämisse ans Wasser gefahren, gut vorbereitet das maximale aus der Session rauszuholen. Ich änderte schlichtweg meine Erwartungshaltung. Ich lernte die Zeit am Wasser viel mehr zu schätzen. Bei strömenden Regen nachts im Zelt liegen und einfach mal abschalten. Jeder Außenstehende/Nichtangler greift sich bei so einer Aussage an den Kopf. Mit Naturerlebnis, das "Drumherum", kulinarischem Gaumenschmauß am Wasser etc. fange ich jetzt nicht an. Wenn ich angeln gehe, will ich auch Fische fangen. Punkt. Auch wenn der innere Drang endlich wieder ans Wasser zu kommen nicht aufhört, man sollte immer den Spaß bei der Sache beibehalten und nicht alles zu eng sehen. Im letzten Jahr bekam ich von Vater Rhein ordentlich den Allerwertesten versohlt. Ein Blank folgte dem anderen… Wenn mich heute jemand fragt, wie meine Saison verlief, dann antworte ich ihm, dass ich nur 1x am Rhein geblankt habe. Dass ich aber nur 2x dort angeln war behalte ich für mich ;-) Behaltet den Spaß an der Sache und habt eine schöne Zeit bei einem des schönsten Hobbys.
Tight lines
Max Brodehl

Das Chod Rig ist meine Instant Nummer 1.

Mit dem Chod kann ich auch mitten im Kraut angeln!

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