13.12.17

Eine perfekte Novembernacht - Mathias Lange

Der Herbst gestaltet sich anfangs als schwierig, gefühlt sagte jeder es sei die beste Zeit. Ich für meinen Teil konnte das zunächst nicht gerade bestätigen. Auf eine Blanknacht folgte die nächste. Als ich mich aber entschieden hatte wieder an etwas größeren Seen zu fischen, drehte sich das Blatt plötzlich wieder und die vergangenen erfolglosen Nächte waren schnell vergessen. Erst fing ich meinen im letzten Update beschriebenen Schuppenkarpfen PB und sei das nicht schon ein mega Moment für mich gewesen, kamen ein paar Tage später einige dicke Spiegler hinzu.
Ich pendelte zwischen zwei Seen, der eine hatte um die 60 Hektar und der andere ca. 200 Hektar. So kam keine Langeweile auf und es war immer wieder aufs neue ein Abenteuer.

Immer dabei, ein Glücksbringer

Meine Version des D-Rigs

Dicke Überraschung!
Freitag am 10. November bei Regen, eisigem und starkem Südwest Wind, fuhr ich für 2 Nächte raus. Die Wassertemperatur Betrug 9 Grad und der Luftdruck lag bei 1006hPa. Ich suchte mir bewusst tiefe Bereiche des Sees aus und platzierte meine beiden Ruten bei 11m und 13m Wassertiefe. Ich vermutete das die Fische dort fressen oder sich zumindest dort aufhalten würden. Und meine Vermutung bestätigte sich schnell denn nach 3 Stunden angeln liefen beide Ruten, die gute 600m weit auseinander lagen, zugleich ab. Ich fütterte kleine 14mm Boilies die ich mit Liquid und Powder pimpte. Als Hakenköder kamen D-Rigs am IQ2 mit 4er Kurfshank xx zum Einsatz. Das war krass! Das beide Ruten zugleich ablaufen würden hätte ich echt nicht gedacht. Ich hatte zum Glück einen Kumpel dabei, der mit angeln aber so überhaupt nichts am Hut hatte. Er wollte aber unbedingt mal mit dabei sein. Ich drückte ihm eine Rute in die Hand und sagte einfach nur fest halten und wenn du Spannung verlierst, etwas kurbeln. Diese Rute lag 600m weit vom Camp weg auf einer Kante im Niemandsland, also der Fisch hätte in kein Hindernis schwimmen können. Ich drillte vom Boot in der Zwischenzeit den anderen Fisch. Das war eine Aktion, denn ich hatte immer im Hinterkopf schnell zu der anderen Rute zu wollen. Als nach hartem Kampf im Sturm der Fisch endlich im Kescher lag ging es schnell zurück. Das war ein richtig dicker, geil dachte ich! Den Spiegler schnell in die Wiegeschlinge und ab zum nächsten Drill.
Ich spürte schon das dort ein kräftiger Gegner auf mich wartete und der Drill zog sich lange hin. Immer wieder zog er die Touchdown von meiner Rolle. Als ich ihn dann endlich keschern konnte war ich überwältigt was dort im Netz lag. Das ist definitiv ein guter 20kg+ Fisch, da war ich mir ziemlich sicher. Mit dem dicken ging es zurück zum Camp wo mein Kumpel schon alles vorbereitet hatte und ich gespannt war was die Waage anzeigen würde. Beide Fische waren gut im Futter und hatten glatt 19kg und 23,5kg. Das war ein mega Einstand und ein unvergessenes Erlebnis. In den folgenden Stunden ärgerten mich zahlreiche Brassen und mein Futter wurde langsam knapp. Ich war leicht genervt, denn jedes mal musste ich die 600m zum Spot im Sturm rudern, um die Rute akkurat zu platzieren. Aber dran bleiben lohnt sich dachte ich mir, der nächste Karpfen wird sicherlich kommen. In den Morgenstunden fing ich ihn dann endlich. Ein weiterer guter Spiegler füllte mein Fangbuch. Die D-Rigs hatten perfekt gesessen und gaben mir ein sehr gutes Gefühl. Manchmal ist alles so einfach, obwohl es vorher schwierig scheint. Das Karpfenangeln ist halt immer wieder für Überraschungen gut.

Gruß Mathias

Es sitzt einfach immer gut

Toller Moment!

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