15.12.15

Einzelstücke oder Massenware - Momme-Nys Lenuweit

Der Herbst stand in den Startlöchern, fast alle Bäume zeigten sich in ihrer vollen Farbenpracht und wenn der Wind durch ihre Kornen zog, entriss er ihnen die Blätter. Ab und an spürte man den frischen Wind durch die Kleidung ziehen, kurz darauf lief es einem kalt den Rücken hinab und man merkte genau: die ungemütlich, aber hoffentlich fischreiche Zeit des Jahres war da! Genau in dieser Zeit wollten Florian Woldt und ich, wie so viele andere auch, unbedingt ein paar Nächte zusammen ans Wasser. So zog es uns an einen etwa 80 ha großen Baggersee. Die Wassertemperatur lag noch immer bei 13,5 Grad, der Wind drückte uns in die Gesichter und ein Tiefdruckgebiet war laut Wettervorhersage angekündigt. Eigentlich perfekte Bedingungen. Wir hatten keine Plätze vorbereitet sondern wollten Fallen stellen. Es sollte nicht allzuviel Futter in den See fliegen, da er fast das ganzen Jahr unter Dauerbeschuss in Form von Boilies und Partikeln stand.
Trotz allem hatten wir am Ende viel zu viel Futter dabei. Aber lieber zu viel als zu wenig im Gepäck haben, man weiß ja nie was kommt.
Zudem bekanntlich ja die Dosierung das „Gift“ ausmacht und so lag es an uns die richtige Dosis zu „injizieren“. Da ich bekanntlich nicht gerade ein Fan von super komplizierten Rigs bin und leider dazu neige bindefaul zu sein, sollten dieses mal die Ready Tied Rig´s meine Montage bestücken. Somit machten sie einen der wichtigsten Teil der Falle aus und entschieden im wesentlichen über Sieg oder Niederlage. Florian dagegen entschied sich weiterhin seinen selbstgebunden Rigs treu zu bleiben. So kam es zu einem ungewollten Vergleich. Ich fischte mit zwei Ready Tied Rig´s und Florian mit zwei Selbstgebundenen. Aufgeteilt auf vier Ruten war das eine genau 50/50 Chance.

Die Ruten verteilten wir zwischen 1,80 bis 6 m. Heißt, alle Wassertiefen waren abgedeckt. In den folgenden zwei Nächten fingen wir vier Fische. Und zwar jeder von uns zwei. Wir konnten nun nicht sagen, dass eines der beiden Rigs besser oder schlechter lief. Doch es gibt definitiv Vor- und Nachteile bei den Ready Tied Rig´s. Die sind recht kurz gehalten, betragen alle eine Länge von 16 bis 18 cm. Optimal für kleine kompakte Fallen mit Partikeln. Gerade in der kalten Jahreszeit können kürzere Vorfächer den Erfolg bringen, da die Fische nicht mehr so hektisch bei der Nahrungsaufnahme unterwegs sind und sich so schneller haken können. Der größte Vorteil bei den Ready Tied Rig`s ist und bleibt aber einfach die Ersparnis von Zeit. Wenn man wirklich nur ein oder zwei Stunden zum Angeln hat muss man sich nicht noch mit dem Schrumpfschlauch und dem Aufsetzen von Wasser rumärgern, sondern kann gleich loslegen. Als einzigen Nachteil würde ich die Unflexibilität sehen. Gerade deshalb sollte man bei längeren Sessions immer alles dabei haben, um seine Rigs selbst binden zu können. Denn nur so kann man sich auf die jeweilige Situation und das Fressverhalten der Fische einstellen.
Bis dahin,
Momme

Bauen oder anbinden?

Mit Rigs Marke Eigenbau ist man flexibel

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