15.02.16

Elders Update 13 - Fang mich wenn du kannst

Im Winter konzentriert sich mein Angeln von je her auf die kleineren Vereinsgewässer meiner Heimatregion. Entspanntes Angeln, gemeinsame ausgiebige Kochsessions, bei denen Ich mich mit meinen guten Freunden an vergangene Angelerlebnisse erinnern, oder die neuen Trips der kommenden Saison planen kann, haben jetzt einen hohen Stellenwert. Beim Angeln schleicht sich gerne eine gewissen Routine ein, denn längst weiß man, wo sich die beschuppten Freunde zu bestimmten Zeiten bevorzugt aufhalten, und wie es hin und wieder gelingt, einen der trägen Burschen ans Band zu bekommen. Interessant zu beobachten ist es dabei immer, dass ganz bestimmte Fische alljährlich genau auf die gleichen Taktiken hereinfallen, oder eben auch genau nicht. Ich bin mir sicher, dass nahezu der gesamte Bestand in diesem einen Bereich seine Winterruhe abhält, und sich deshalb auch regelmäßig an unserem sparsamen Buffet bedient. Trotzdem bleiben einige Fische oft mehrere Winter lang aus, obwohl sie mit Sicherheit dort fressen. Gibt es einen Weg das zu ändern? Man hat sich mit der Zeit ein gewisses Erfolgsschema zurechtgelegt, mit dem man oftmals auch die maximale Erfolgsquote an seinem See erzielen kann. Will man aber an ganz bestimmte Fische aus dem Bestand heran, geht die übliche Taktik oft nicht auf. Man muss sich überwinden den gewohnten Pfad zu verlassen, und sich Gedanken zu den Fressgewohnheiten der einzelnen Fische machen. Mit etwas Glück hilft einem der Zufall das ein oder andere Mal auf die Sprünge.


Wenige Boilies werden verteilt

Gern gesehener Gast

Bei mir zogen die Fische aufgrund des regelmäßigen Angeldrucks etwas weiter zur Seemitte. Für mich der Anlass mein gewohntes Rig den Wurfbedingungen anzupassen. Aus Longshank X am N-trap wurde kurzerhand ein IQ-Drig mit Longshank X, das den Wuranforderungen einfach besser gerecht wurde. Ich fischte also plötzlich ein steifes Vorfach, statt des sonst verwendeten soften Materials, und fing prompt zwei Fische, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ähnliche Beobachtungen konnte ich in den vergangen Wintern auch an anderen Seen, dessen Bestand ich ebenfalls extrem gut kenne, machen. So fing ich beispielsweise mit kleinen Waftern am IQ-Drig Fische, dessen Existens Ich bislang nicht kannte. Ich war mir aber vorab absolut sicher, dass ich ausnahmslos jeden Fisch dort kannte, da ich dort seit Jugendzeiten immer wieder die gleichen Fische fing. Diese kleine Veränderung sollte alles auf den Kopf stellen, und spornt mich seitdem erst recht regelmäßig zu neuen Versuchen an.

Es gibt sie zwar die nahezu perfekten Rigs für jede Situation, mit denen man eben meistens auch die meisten Fische fängt, aber dennoch wird es immer einzelne Fische geben, die mit den Standardmethoden nur schwer oder gar nicht ans Band gehen. Einer der Gründe, warum mich dieses Hobby so fesselt. Du kannst noch so erfahren sein, gänzlich verstehen was dort im Verborgenen geschieht, wirst du nie.
Keep this Spirit
Nils Elders

Das IQ D-Rig in der LSX-Version

Epic!

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