07.04.17

Elders Update 16 - es BOOMT

Speziell das sogenannte Spinner, oder Ronnyrig hat spätestens seit der aktuellen englischen Masterclass einen wahrhaftigen Boom erlebt! Nicht zuletzt der Verdienst des gleichnamigen Vorfachs, dem BOOM! Rigs in ähnlicher Form, wie beispielsweise das sogenannte 360°-Rig, gibt es dabei im Grunde schon ewig. Doch nie zuvor sind sie so revolutionär gewesen wie ich aktuell finde! In puncto mobiler Popup-Angelei gab es lange nicht wirklich viele Präsentationen, die an die Effizienz des Chodrigs herankamen, weil es sich auf nahezu jedem Boden präsentieren lässt, und einfach niemals verheddert! Lediglich das Wechseln der Chodsektion, oder aber auch der Transport dieser Montage im Futteral, waren Punkte, die mich trotz hervorragender Hakeigenschaften, immer irgendwie davon abhielten dieses Rig dauerhaft in meiner Angelei zu etablieren.
Stattdessen wurde das Hinged-rig , welches ich ebenfalls mit kurzen Chodsektionen binde, mein regelmäßiger Begleiter, wenn es um die Popup-Angelei ging. Dieses konnte ich wie gewohnt am Hybrid Leadclip nutzen, und lies sich montiert besser im Futteral transportieren! Ich fische allerdings mit Vorliebe oft möglichst kurze Chodsektionen, die sich jedoch nur sehr kniffelig binden lassen. Außerdem habe ich mit der Zeit festgestellt, dass die Hakeffiziens bei den längeren Chod Varianten an Hingedrigs höher ist. Es bedarf scheinbar einfach einer gewissen Länge um sich am effizientesten ins Fischmaul drehen zu können. Um trotzdem die Möglichkeit zu haben, den Popup möglichst knapp über dem Bodensediment zu präsentieren, musste also noch eine etwas anderer Lösung für mich her!

Und genau dort spielte mir das Spinnerrig in die Karten, welches ich vor ca. einem Jahr das erste mal für mich entdeckte, und das nun auf dem aktuellen Entwicklungsstand einfach perfekt für diese Präsentation ist! Die Popupsequenz ist sehr kurz, sodass ein angebotener Köder gerade so minimal aufpoppt, dass er für den Fisch in der Regel gar nicht als schwimmend wahrgenommen wird. Vielmehr scheint er bei leichtem Bodenbelag aufzuliegen, wo ein Bodenköder ggf. schon im Sediment verschwinden würde.
Auf den ersten Blick scheint man für dieses Rig zwar aufwändig viele Komponenten zu benötigen. Wenn man aber bedenkt, dass sich dank des QC-Svivels und dem durch den Hookbead fixierten Microwirbel jede Komponente einzeln wechseln lässt, ist dieses Rig verhältnismäßig gesehen doch wieder extrem wirtschaftlich. Im Handumdrehen lässt sich der Haken, das Boom oder auch nur der Köder wechseln, sodass man das eigentliche Vorfach viele Male hintereinander benutzen kann, wenn es einmal produziert ist!
Wichtig bei dem Rig ist, dass man das Gelenk zwischen Haken und Wirbel durch ein Stück Kicker oder Schrumpfschlauch fixiert, da als Gelenk nur die Verbindung von Boom und dem Wirbel genügt! Dabei setzte ich aktuell am liebsten auf einen einfachen QC-Svivel Gr. 8, ohne zusätzlichen Ring! Es genügt eine etwas größere Schlaufe im Boom, um die maximale Beweglichkeit zu erhalten.
Die Steifheit des Booms sorgt dafür, dass sich der Haken immer sauber vom Blei weg streckt und sich das Rig bei jeglicher Fremdeinwirkung wie beispielsweise den Attacken kleiner Weißfische immer wieder erneut sauber legt. Zudem ist Boom ein Fluorocarbonmaterial, das durch seinen Grünschimmer und dem Lichtbrechungsindex, der dem Wasser gleicht, für den Fisch so gut wie nicht sichtbar! Letztlich ist es wohl der Verdienst der vielen innovativen Produktneuerungen, die in Summe zu diesem genialen Rig geführt haben, denn ohne das Boom zum Beispiel, oder den Krank Haken, wäre das Rig wohl nicht das was es aktuell ist! Eine zu Recht extrem gehypte Popupmaschine! Probiert es doch mal aus!
In diesem Sinne
Tight Lines und genießt den Frühling!

Zurecht so gehypt: Das Spinner Rig

Es hakt die Fische bombig

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