14.08.14

Elders Update 4 - Abenteuerlust

Nils Elders ist jede Woche am Wasser, mindestens eine Nacht. Und immer dabei ist seine Nikon. Nils hat ein Auge für gute Fotos und ein Händchen für Sprache. In seiner Kolumne „Elders Update“ kommt er ab jetzt regelmäßig zu Wort. Wir dürfen uns auf schöne Bilder und kurzweilige Texte freuen:

Die Karre bis auf den letzten Zentimeter unters Dach vollgestopft mit Tackle, Baits und allem was man für 14 Tage wildes Abenteurerleben so braucht, machten wir uns auf den Weg in den Süden, um neue Gewässer zu erkunden, Abenteuer zu erleben, und einfach mal abzuschalten. Mit im Gepäck grandiose neue Produkte, die genau für diese Art von Angelei entwickelt wurden. Apex , Snagleader und Co kamen tatsächlich wie gerufen für diesen Tripp und konnten nun endlich auf Herz und Nieren getestet werden.

Nach knapp 16 Stunden anstrengerner Nachtfahrt, lag er endlich vor uns. Der See unserer Träume. Wie lange hatten wir auf diesen Augenblick gewartet. Da war er nun . Die Sorgen, die Müdigkeit und sämtliche Strapatzen der Fahrt waren mit einem Mal wie ausgelöscht.

Wir erlebten zwei Wochen grandiose Angelei, wie sie besser nicht hätte sein können. Tolle Naturerlebnisse vor atemberaubender Kulisse. In 2er Teams erkundeten wir fast jeden Winkel des mehrere hundert Hektar großen Stausees, erlebten spannende Naturspecktakel in Form von Sturm und Gewitter, sowie absolutes Südseefeeling bei traumhaft warmen Sommertemperaturen. Von Nebel über strömenden Regen, bishin zu strahlend blauem Himmel war wirklich alles dabei. Und auch unsere Angelei hätte abwechslungsreicher nicht sein können.

Jede neue Stelle brachte auch gleichzeitig neue Herausforderungen mit sich. Ob kurz vor den Füßen oder auf 250 bis 300 Meter Distanz, direkt an der Oberfläche oder auf 14 Meter Wasseriefe. Es gab nichts, was wir nicht hatten. Oft mussten erst ganz neue Methoden entwickelt werden, um einen Spot überhaupt erst beangeln zu können. Ich fischte beispielsweise an einem schmalen Teilstück des Sees, der sich als absolute Sportbootautobahn herausstellte. Im Minutentakt rauschten tagsüber Sportboote und Jetskis an unserem Platz vorbei. Die interessanten Spots lagen natürlich genau vor der gegenüberliegenden Steilwand, in der man aber ohne Kletterausrüstung nicht hätte sitzen können. Nur mit einem selbstgebauten Downrigger, mit dem ich die geflochtene Schnur direkt zwei Meter unterm Boot mitführen konnte, ließen sich die Ruten gefahrlos ausbringen.

Für das Absenken auf meiner Uferseite musste ich mir mit Stöcken Absenkbleie im Stehaufmännchenstyle bauen, um nicht schon beim Aufnehmen der Rute einen Abriss an den messwerscharfen Steinen zu riskieren. Aber eben genau diese Abenteuer und diese Herausforderungen haben wir uns gewünscht und mit weit über 60 Runs und einem Kopf voller bleibender Eindrücke hätte dieser Trip nun wirklich nicht besser laufen können. Ich jedenfalls zehre immernoch davon. Mehrere Speicherkarten voller Erinnerungen lassen mich Abend für Abend wieder für ein paar Minuten in diesen Traum abtauchen, wenn ich am PC versuche, das Erlebte in Zeilen zu fassen.
Macht euch auf eine coole Story im Print gefasst! Ich arbeite schon dran,
tight lines
Nils

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