15.12.14

Elders Update 7 - mein Herbst

Nils Elders ist jede Woche am Wasser, mindestens eine Nacht. Und immer dabei ist seine Nikon. Nils hat ein Auge für gute Fotos und ein Händchen für Sprache. In seiner Kolumne „Elders Update“ kommt er ab jetzt regelmäßig zu Wort. Wir dürfen uns auf schöne Bilder und kurzweilige Texte freuen:

Verhältnismäßig milde Temperaturen sorgten in diesem Jahr für einen relativ späten Herbst. Die Blätter schienen einfach nicht gelber werden zu wollen und so verzögerte sich auch unter Wasser die Lage deutlich. Mein Ziel war es, im Herbst nach Möglichkeit noch einmal ein paar der wenigen besseren Fische ans Band zu bekommen, und so verbrachte ich ab Oktober wieder häufiger Zeit an den großen Baggerseen meiner Heimat.

Meine Angelei wollte ich diesmal sehr flexibel gestalten, indem ich vorab konsequent die Wetterprognosen, insbesondere die der Wind und Tiefdruck- Entwicklungen per App verfolgte. Erst dann entschied ich kurzfristig wo ich füttern würde. Zu oft hatte ich in den letzten Jahren einen Blank auf meinem Langzeitfutter kassiert, wenn der Wind mal wieder genau auf das andere Ufer stand. Dementsprechend flexibel wähle ich in solchen Fällen auch meine Ausrüstung, denn oft entscheide ich mich tatsächlich erst auf den allerletzten Drücker, wo ich angeln werde. Auf meine Rollen spule ich für diese Angelei das neue APEX-Geflecht, dem ich in der Regel etwa 150m der ebenfalls dehnungsarmen Touchdown vorschalte. So kann ich den Großteil meiner Angelei mit meiner favorisierten 43er Mono angeln, bin aber mit dem Backup aus geflochtener Schnur trotzdem auf der sicheren Seite, wenn ich mal spontan eine Bucht weiter ablegen will. Beim Verbinden der Schnüre hat sich der gute alte Allbrightknoten bewährt.

Egal ob Touchdown, Subline oder die robusten Snagleader XT, der Allbright funktioniert, hält und läuft gut durch die Ringe. Mit neuem Boot, leichtem Gepäck und einer Hand voll toller Neuheiten aus der Kordaschmiede, die endlich mehr und mehr auf genau unsere Bedürfnisse hier in Europa zugeschnitten werden, war ich bereit für die beste Zeit des Jahres, den Herbst. Und obwohl dieser sich sichtlich Zeit lies, schien das milde Wetter den Fischen hier nicht so arg auf den Magen zu schlagen wie anderorts bei Kollegen. Es ging bereits rund und nach und nach fing ich einige richtig gute Fische auf den verschiedenen Windplätzen, die ich ansteuerte. Ein Ergebnis, das ich auf meinen Langzeitplätzen wahrscheinlich auch nicht hätte toppen können. Die Ruderei hat sich gelohnt für mich, und so kann ich mich so langsam völlig entspannt auf meine Winterangelei freuen.
Tight Lines Nils

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