27.06.16

Erfolgreich unter der Woche - Stefan Lutzer

Was waren das bitte für zwei krasse Sessions..? Einen neuen Schuppi PB und einen mir unbekannten TwoTone Spiegler. Das ganze an einem stark frequentierten Baggersee, an dem sich die letzten Wochenenden die Angelkollegen die Klinke in die Hand gaben. Genau auf diese Nummer hatte ich keine Lust! Sich am Freitag völlig ab zu hetzten um an den See zu kommen. Da wollte ich doch lieber das Wochenende stress- und angelfrei mit meiner Freundin verbringen. Jedoch komplett auf das angeln über Nacht verzichten? Auf gar keinen Fall!!! Also sollten in den vergangen zwei Wochen meine ersten Sessions über Nacht in der Woche starten. Wo? Genau an dem am Wochenende stark besuchten Baggersee. Ich war mir sicher, dass sich hier unter der Woche kaum eine Anglerseele aufhalten wird. So fuhr ich am Montagmorgen schon sehr früh zum See. Mit Marker Rute, einigen Boilies und Tigernüssen im Gepäck begann ich mir einen geeigneten Platz zu suchen. Da ich mich an diesem Gewässer gut auskenne hatte ich schon im Vorfeld einen Plan. Schnell die Krautkante gesucht und gefunden, ein paar Leckerbissen drauf und fertig. Das ganze wiederholte ich am darauf folgenden Morgen. Am Nachmittag sollte es dann direkt nach Feierabend zum Wasser gehen. Konstant niedriger Luftdruck, Regen und Wind aus westlicher Richtung machten mit Mut und steigerten die Vorfreude auf die bevorstehende Nacht. Pünktlich um 17:00 machte ich Feierabend und fuhr zum See. Punkt 18:00 war alles fertig und die Ruten auf ihren Plätzen. Das muss doch jeden Moment laufen….. Tat es nicht. Erst um 01.30 meldete sich meine Rute mit der ausbalancierten Tigernuss am Kamo Rig mit dem 6er Kurv Shank XX. Sofort merkte ich, dass es kein kleiner Fisch ist. Er machte ordentlich Druck am anderen Ende. Nach einigen heftigen Fluchten vor dem Kescher konnte ich das Teil sicher in die Maschen meines Keschers bringen. Ein erster Blick in den Kescher bestätigte mein Gefühl. Ein breiter schuppiger Rücken befand sich vor mir. War das etwa meine neuer PB? Die Waage brachte genaueres. 20,4 Kg Schuppenkarpfen. Neuer PB!!! Die Nummer hatte sich jetzt schon gelohnt.

Neuer Schuppi-PB!

Zwei Gerten langen

Ich warf die Rute wieder auf ihren Platz und verkroch mich in der Penntüte. Den letzten Fisch fing ich dann im Morgengrauen kurz vor dem einpacken. Ebenfalls ein Schuppi. Er hatte sich den gelben Pop Up am Chodrig reingepfiffen. Happy und relativ Fit machte ich mich auf den Weg zur Arbeit. Für mich war jetzt schon klar, dass ich nächste Woche wieder kommen werde. Also startete ich Montagmorgen wieder damit den Platz mit Futter vorzubereiten. Diesmal erhöhte ich die Menge. Es war für Dienstag ein Luftdruck von unter 1000 hPa gemeldet, dazu regen. Fangwetter!!! Bei meiner Ankunft am Dienstagmorgen war der Seeteil in dem ich fischen wollte voll mit Fisch. Selbst während des fütterns rollten Fische auf dem Platz. Es war der Hammer. Ich fuhr zur Arbeit. Den ganzen Tag sollten mich die Bilder vom Morgen begleiten und den Arbeitstag wie Gummi ziehen. Endlich Feierabend. Selbe Prozedur wie sonst…. Jedoch gelang es mir dieses Mal nicht, in der ersten Stunde meine zweite Rute auszuwerfen. Ich hatte gerade meinen Stow in die Hand genommen, um diesen in die Schnur meiner rechten Rute zu klemmen, da wurde mir diese aus der Hand gerissen. Wenige Minuten später hatte ich den ersten Schuppi mit 13kg auf dem Konto. Die Fische hatten sich voll auf meine Tigernüsse eingeschossen! In der nächsten halben Stunde gesellten sich zwei weitere Fische dazu. Es wurde Zeit wieder Futter nach zu legen. Dann wurde es an den Ruten ruhiger. Erst bei Einbruch der Dunkelheit lief der Platz wieder. Dann um ca. 02:00 ein langsamer Biss. Einzelne Piper und ein am Delkim klemmender Stow verrieten den Biss. Ich nahm Kontakt auf und kämpfte gegen eine Dampflokomotive. Er wollte einfach nicht näher kommen und so stand ich mit zitternden Knien im Wasser. Nach zwanzig Minütigem Drill schob ich meinen Kescher unter einen massiven Spiegler. Ein TwoTone mit breitem Kreuz und dicker Wampe. Ein Wahnsinns Fisch. Mein Curv Shank XX am steif durchgebundenen Kamo saß auch in diesem Falle wieder bombenfest! Der Zeiger meiner Waage blieb bei 21,8kg stehen. Der zweite 40+ innerhalb von zwei Nächten. Was war das für ein Fest! Genau für so etwas macht man sich diese Mühe, nach der Arbeit zum See zu fahren alles aufzubauen, alles nass einzupacken um von 18:00 bis 06:00 zu angeln. Doch spätestens jetzt wurde es mir klar, dass diese Sessions in Zukunft fest eingeplant werden.
Viel Erfolg
Stefan Lutzer

Massiv, aber farblich nicht besonders...

…denkste: Twotone!

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