16.04.18

Es geht los - Loreen Schmidtke

Über 4 Monate Abstinenz tun mir echt nicht gut. Normalerweise lenke ich mich in den kalten Monaten Dezember/Januar mit der Fliegenrute im Fluss ab. Die Schonzeit der Äschen beginnt bei uns erst am 01.02. Doch das anhaltende Hochwasser machte mir auch da größtenteils einen Strich durch die Rechnung. Das lang ersehnte Ende des Wartens war für Ostern angedacht. Für vier Nächte sollte es raus gehen, komme was wolle. Das Ziel war ein Baggersee mit 60 ha Wasserfläche, ein flacher verkrauteter Teil sowie der tiefe Hauptkörper des Sees mit bis zu 9m , beides von einer Landspitze perfekt zu befischen. Seit 3 Jahren starte Ich immer hier, nicht weil es hier viele dicke Fische zu holen gibt, im Gegenteil, ganz einfach weil mir dieser See besonders am Herzen liegt. Knapp 2 Wochen waren die Gewässer gerade eisfrei. Die Wassertemperatur betrug erst 4,5 Grad und der Wetterbericht meldete auch keine zusätzlichen Sonnenstunde über die Feiertage. Gute Fangbedingungen sahen anders aus aber ich wollte es trotzdem versuchen. Hauptsache ich kam wieder raus.
Eine Rute lag auf dem bekannten Spot der mir schon die Jahre zuvor regelmäßig Fisch brachte. Eine Sandbank die an das große Krautfeld grenzte. Die andere am Fuß einer Kante auf 4m Tiefe. Da ich damit rechnete, dass die Fische nur mäßig fressen, fütterte ich einen feinen Stickmix mit Hanf, Mais und gecrushte Milchproteinboilies. Das Hinged Stiff Rig mit jeweils einen weißen und pinken Pop up über dem 4er Choddy sollte die Karpfen neugierig machen. Das Mouthtrap in 25lb eignet sich perfekt für dieses Rig und lässt den Köder im gewünschten Abstand über den Boden schweben.
Nach einer frostigen Nacht durfte ich am späten Vormittag den ersten Fisch 2018 in die Kamera halten. Auffällig war sein besonderes Schuppenbild. Doch scheinbar handelte es sich um einen Einzelfisch denn danach war wieder Ruhe auf beiden Plätzen eingekehrt. Also musste ein neuer Spot her. Nach einigem Suchen fand ich eine krautfreie Stelle ca. 1 m/2 groß. Schnell den Popi abgelegt, 2 Hände Futter drüber und abwarten was kommt. In den folgenden 12h brachte der Spot mir bereits 2 Fische. Auch in den verbleibenden 2 Nächten war regelmäßig Aktivität auf dem Platz.
Am Ende meiner ersten Session konnte ich immerhin 6 Fische in mein Fangbuch vermerken, davon 2 die recht knapp die 30 Pfund Marke verfehlten. Für mich war es ein gelungener Start in die neue Saison.
Liebe Grüße
Loreen

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