11.11.16

Es muss alles stimmen, aber dann ist es einfach - Daniel Brünkmans

Es muss alles stimmen, aber dann ist‘s einfach…
So lässt sich meine bisherige Saison in wenigen Worten beschreiben. Und leider - ihr könnt‘s euch sicher denken - stimmte nicht immer alles so wie gewünscht… Nix da mit einfach. Aufgrund diverser privater Verpflichtungen, welche mich schon die letzten zwei / drei Jahre konstant begleiten und mir leider oft genug einen Großteil meiner Freizeit und damit einhergehend auch Angelzeit raubten, fiel es mir nicht immer leicht, konstant erfolgreich zu sein - oder besser gesagt „zu fangen“, denn was „erfolgreich“ ist und was nicht liegt schlussendlich allein im Auge des Betrachters. Meine aktuelle Gewässerwahl machte es dabei bezogen auf die Fangwahrscheinlichkeit sicher nicht leichter. Zurzeit (seit nunmehr knapp 1 ½ Jahren) befische ich nahezu ausnahmslos einen sehr dünn besetzten, etwa 100 Hektar großen und bis zu 30 Meter tiefen Baggersee. Dass dieser See alles andere als einfach zu beangeln ist, weiß ich von allen die dort fischen bzw. in der Vergangenheit schon gefischt haben. Dass ich dort darüber hinaus zum Ausüben meiner Angelei auf einen gerade einmal 10 Meter breiten Uferstreifen beschränkt bin, machte es nicht grade einfacher. Dies gelingt dort eigentlich nur über Disziplin, Futter und Durchhaltevermögen. Sicher hätte ich es mir einfacher machen können und den Einfluss des Fangerfolges durch ein einfacheres Gewässer deutlich positiver beeinflussen können. Aber das war es nicht, was ich wollte. Denn ich wollte nicht viel fangen, nein, ich wollte mich auf die Suche nach Erfolg begeben, welcher sich für mich eben anders definiert. Ich hatte es mir schon länger auf die Fahne geschrieben, einen deutschen Großkarpfen zu fangen. Einen, welcher noch keinen Namen trägt, idealerweise gar noch komplett unbekannt ist. Wenn es dann noch in der Erscheinung eines Schuppies der Fall wäre, das wäre wohl die Sahne auf der Torte. Dass dies an jenem Gewässer möglich war, hatte ich nach dem Sammeln der spärlichen Infos irgendwie im Gefühl.

Hohe Ziele, aber will man sich weiterentwickeln, ist es wichtig, sich auch neue Ziele zu setzen. Erreicht man diese dann, so ist man erfolgreich. Wenn man sich dann noch von seiner üblichen Angelei abgrenzt und dabei auch noch ausgetretene Pfade verlässt, gerne, umso besser. Denn so entwickelt man sich auch als Angler weiter. Die beschriebenen Umstände brachten es dann über die Saison auch mit sich, was zu erwarten war. Sprich: eine Menge Blanks. Manche ließen sich begründen, wie beispielsweise durch über 1038hPa Luftdruck während der Session, andere leider weniger bis gar nicht. Wie auch immer, am Ende blieben es alles Blanks, aber keinen einzigen davon hätte ich rückwirkend verpassen wollen. Denn auch Blanken kann unter den richtigen Bedingungen schön sein. Es heißt ja auch nicht umsonst, dass man Karpfenangler ist und nicht etwa Karpfendriller. Das Blanken gehört einfach mit dazu, besonders beim Verfolgen des gesteckten Ziels. Die Blanks sind die Pflastersteine auf dem Weg zum Erfolg. Mein Weg wurde lang, doch im November pflasterte ich ihn fertig. Ich fand meinen Erfolg und fing meinen Schuppi - tatsächlich! Und in dem Moment in dem du ihn berührst, sind all die Mühen nebensächlich und wie nie passiert. Ich werde diesen Weg aber noch weiter gehen, wer weiß wohin er mich in der Zukunft noch führen wird…
Ich wünsche euch Erfolg, wie auch immer dieser für den Einzelnen aussehen mag.
Tight Lines
Daniel

Diese Flosse steht für einen krassen Drill

Erste Station erreicht: 24,9 Kilo

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