19.10.16

Fischen mit Hindernissen - Jan Brase

Es ist Anfang Oktober und mein Urlaub hat gerade begonnen. Ich sitze seit 2 Stunden mit fertig aufgebautem Camp am Wasser. Ich bin tief in Gedanken, wie wird diese Woche in Mecklenburg wohl werden? Letztes Jahr war ich schon einmal hier und es lief alles andere als toll. Die Bedingungen waren damals unbrauchbar, so dass die Wassertemperatur dieses flachen Sees innerhalb weniger Tage von 10°C auf 4°C hinunter stürzte und somit waren die Fische alles andere als in Fresslaune. Dieses Jahr sollte alles besser werden. Ich bin im Gegensatz zum letzten Jahr 4 Wochen vorher am See und darf mich über 14°C Wassertemperatur freuen. Die Karpfen werden also mit Sicherheit beißfreudiger sein, da sie sich jetzt ihren Winterspeck zulegen müssen. Nur leider gibt es noch andere Faktoren, die über stramme oder schlaffe Schnüre entscheiden. Der Luftdruck ist mit 1033 hPa ziemlich hoch und der Wind kommt sehr kräftig aus Nordosten. Sicherlich keine optimalen Bedingungen, aber trotzdem bin ich recht optimistisch, dass ich erfolgreich sein werde. Meine drei Ruten verteile ich in zwei Gebiete. Zwei Ruten lege ich auf der gegenüber liegenden Schilfkante mit einem Abstand von etwa 15 Meter ab und füttere ziemlich großflächig 6 kg ganze, sowie gekuttete Boilies darüber. Die letzte Rute lege ich am Anfang einer Bucht ab. Hier erwarte ich ziehende Karpfen, die entweder Schutz in der Bucht suchen oder zum großen Fressen in den Hauptteil des Sees kommen. Ich versuche es mit Fallenstellerei, 20 Boilies grob um den Hakenköder sollen genügen, um ziehende Fische zu einem kurzen Snack zu verführen.

Eine weitere sehr wichtige Sache am See ist es, dass man dort mit wirklich zuverlässigem Endtackle auftaucht, da es unter Wasser sehr viele Hindernisse in Form von Baumwurzeln oder Baumstümpfen gibt. Da ich auch auf große Distanzen bis zu 300m Entfernung fische ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich sicherlich mal eine Wurzel treffe. Ich fische mit Subbraid und schalte ca. 25m 0,55mm XT Snag Leader als Schlagschnur vor. Was den Abrieb betrifft bin ich damit voll auf der sicheren Seite und habe im Drill genug Puffer, damit der Fisch nicht ausschitzt. Als Haken wähle ich den Kurv Shank XX in Größe 4, ein super scharfes Modell, welches im Drill sehr stark beansprucht werden kann und auch sicher und stabil ins Karpfenmaul eindreht.

Nun sitze ich also seit 2 Stunden am See und stelle mir die Frage, ob dieses Jahr alles besser wird. Die Frage kaum zu Ende gedacht, kreischt mein Delkim los und gibt das Startsignal einer erfolgreichen Woche, in der ich viele gute Karpfen fangen kann. Selbst die äußeren Bedingungen, die im Laufe der Woche immer schlechter werden, wirken sich nicht negativ aus. Was mich unabhängig vom Fangerfolg noch freut ist, dass ich keinen Karpfen verliere, alle hängen bombig fest am Kurv Shank XX. Das nenne ich Zuverlässigkeit, Daumen hoch. Nun hoffe ich, dass der Herbst weiterhin so gut für mich läuft. Es ist auf jeden Fall noch einiges in Planung und ich bin mir sicher, dass ich demnächst wieder etwas zu berichten habe.
Grüße
Jan Brase

Ohne XT geht es nicht!

Auf das Eisen ist Verlass!

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE