30.10.17

Fischen vor Hindernissen - Florian Woldt

Man merkt es deutlich an den Temperaturen und auch wenn man sich genauer in der Natur umguckt sieht man es gut. Der Herbst hält mittlerweile Einzug in Deutschland und für die meisten damit die wohl heißeste Phase vor dem Saisonende. Wer jetzt beginnt einen geeigneten Platz regelmäßig unter Futter zu halten, hat später gute Chancen auch bei kurzen Sessions erfolgreich zu sein.
Auch ich habe bereits damit begonnen, jedoch wird dieser Platz vorerst noch geschont. Meine wenige Zeit nutzte ich die vergangenen Wochen mit instand Sessions bei Freunden oder bei mir an meinen Hausgewässern. Meine Köder platzierte ich genau dort, wo ich die Fische vermutete. Nämlich in versunkenen oder umgekippten Bäumen, Schilfwänden oder vor großen Krautfeldern. Dabei reicht meist wenig weit gestreutes, auffälliges Futter. Auffällig dabei war immer, dass die Bisse deutlich schneller kamen, je näher am Hindernis gefischt wurde. Doch dabei sollte man eines klar beachten. Ist die Chance den Biss zu verwerten und den Fisch sicher aus dem Hindernis zu befreien oder fern zu halten zu gering, geht die Sicherheit des Fisches immer vor. Wenn man jedoch ein zwei Dinge beachtet und wachsam ist, dann ist auch das so genannte Hook and Hold angeln kein Problem. Punkt eins: Fischen mit geflochtener Schnur wie der Subline für direkten und schnellen Fischkontakt.
Punkt zwei: Immer eine Nummer robuster als normal Fischen. Das heißt die Hakengröße vergrößern, die Vorfachstärke erhöhen und ebenfalls eine wirklich robuste und dicke Schlagschnur zwischen 0,55mm und 0,65 mm wählen. Ich greife hierbei am liebsten auf den Krank X in Größe 4 mit Korda Kamo oder N-Trap soft in 30 lbs, sowie den Snagleader XT zurück. Punkt drei: Die Rollenbremse komplett geschlossen halten um dem Fisch so wenig wie möglich Distanz zum Hindernis zu ermöglichen. Punkt vier: Den Rutenaufbau so nah es geht am Zelt bzw. der Liege aufbauen, um immer schnell an der Rute sein zu können. Punkt fünf: Fischen mit schweren Bleien am Safetyclip. So kann sich das Blei bei Berührung mit dem Hindernis schnell lösen und der Fisch kommt schnell frei.

Bewährt hat sich auch der kleine Trick die Haupt bzw. Schlagschnur vom Hindernis nicht direkt zum eigenen Ufer zurück zu führen, sondern wenn man zum Beispiel vor einer Schlifwand angelt sie um die ersten paar Schilfhälme legt und dann erst zurück zum eigenen Ufer. So kommt der erste Druck bei einem Biss nicht von der Rute sondern direkt vom Hindernis und der Fisch flüchtet automatisch ins Freiwasser und wir können ihn entspannt Drillen. Sollte es ein Fisch doch mal ins Hindernis schaffen, ist es wichtig Ruhe zu bewahren. Ein schweres Blei an einer geflochtenen Schnur dient als Hilfe um die Schnur hinter dem Hindernis einzufangen und so eventuell durch ein erneutes zusammen Knoten der zwei getrennten Schnurenden den Drill hoffentlich erfolgreich weiter zu führen. Bei mir hat es die letzten Male super funktioniert und ich konnte einige tolle Fische ins Fangbuch eintragen. Ich denke wenn ihr ein zwei Dinge beachtet und immer aufmerksam seit, klappt es sicher auch bei euch. Für mich heißt es jetzt aber erst einmal fleißig weiter füttern, bevor es dann bald ans Angeln geht.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen erfolgreichen und hoffentlich Hindernisfreien Herbst.
Beste Grüße Flo

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