15.03.17

Flexibel im Frühjahr - Florian Woldt

Die meisten kennen es wohl: Der Winter war wiedereinmal viel zu lang und die dadurch entstandene Zwangspause führte zumindest bei mir, wie so oft, zu einer mittelschweren Depression. Viel zu groß ist das Verlangen nach Fisch und den einzigartigen Momenten in der Natur.
Gut das auch dieser Winter ein Ende hatte und nun die Flora und Fauna langsam wieder zu neuem Leben erwacht. Bereits kurz nachdem bei uns einige Seen eisfrei waren, fuhr ich für eine Nacht an einen kleinen See in meiner Umgebung. Bis auf eine Brasse, welche meinen kleinen mit Wonderberry Goo gesoakten Pop up nahm, passierte nicht wirklich viel. Trotzdem genoss ich jede Sekunde am Wasser. Die noch recht schwache Sonne erwärmt nur sehr langsam das Wasser, jedoch reicht sie aus, um mein Gemüt auf Hochtouren zu bringen und mich für die nächste Session enorm zu motivieren. Bereits eine Woche später ging es zusammen mit einem Freund an einen wunderschönen, sehr flachen See. Durch die geringe Gewässertiefe und die leichte Trübung des Wassers, schienen die Fische hier schon etwas aktiver zu sein. Gerade im zeitigen Frühjahr ist meine erste Wahl immer ein vor Attraktivität strotzender Pop up am Hinge- oder neuerdings auch Spinnerrig. Wonderberry und Almond Goo geben den letzten, aber entscheidenden Kick. Dazu fütterte ich spärlich ein paar gecrushte Fermento und Glm Boilies plus reichlich Stickmix und einer ordentlichen Portion Glm Liquid und als Topping noch ein Schuss Goo. Mein Futter soll locken, jedoch nicht sättigen. Wir kamen recht spät am Gewässer an und es wurde schnell dunkel. Bei nur 1 Grad Celsius, war es doch noch ziemlich kalt und bis auf ein paar kuriose Fehlbisse konnte ich bis zum Morgen kein Kreuz in mein Fangbuch machen. Die Situation mit den häufigen Piepern in der Nacht ließ mich jedoch nicht zur Ruhe kommen und so änderte ich mein Rig für die letzten Stunden nochmals um. In Erinnerung an eine Session an einem ebenfalls sehr schlammigen See vor ein paar Jahren, bei der ausnahmslos direkt auf dem Gewässerboden liegende Boilies gefressen wurden und darüber schwebende Köder unangefasst blieben, montierte ich auf beiden Ruten kleine zugeschnittene Fermento Boilies, welche ich mit einem extra Schuss Mangonana Goo behandelte. Dieser Entschluss war Gold wert. In den letzten 4 Stunden konnte ich noch 5 Spiegler fangen. Sicherlich nicht die größten, jedoch trotzdem ein gelungener Start in die neue Saison. Gefangen wahrscheinlich nur wegen einer kleinen, aber entscheidenen Änderung. Flexibel bleiben, erlebtes und daraus resultierende Erfahrungen immer wieder abrufen zu können ist in unserem Hobby einfach essentiell und kann einem so manche Session retten. 
Euch allen ein erfolgreichen Start in 2017!

Spinner Rig am Heli System

Guckt euch mal die Flossen an!

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