05.08.14

Gar Kösterlich - Daniel Brünkmans

Ich freute mich sehr, als mich vor mein Freund und Teamkamerad Michael Köster anrief, um mit mir gemeinsam angeln zu gehen. Geplant hatten wir dies schon länger, es scheiterte aber leider immer wieder daran, auf einen gemeinsamen Zeitnenner zu kommen. Diesmal aber passte alles und so hatten wir das ganze Wochenende von Freitag bis Sonntag. Unsere Gewässerwahl fiel auf Michaels Hausgewässer. Hierbei handelt es sich um einen ca. 2 Hektar großen und alten Baggersee. Der See ist stark verkrautet, mit Seerosen bewachsen und weist einen Bestand an launischen Fischen von klein bis hoch auf 40 Pfund auf.

Da der See nicht gerade groß ist und besonders an den Wochenenden stark beangelt wird, sind die Fische mit den Jahren immer schwieriger zu überlisten geworden meinte Michael. Aber das sah ich als Herausforderung an. Am Freitagmittag war es dann endlich soweit und wir trafen uns um 13 Uhr am See. Nach einer ersten Erkundungsrunde und einigen Infos von Michael entschied ich mich für eine zentrale Stelle im See, da man von dort aus die meisten Optionen hatte. Michael bezog seinen anvisierten Stammplatz.

Es dauerte gut eine Stunde, bis ich einigermaßen krautfreie Stellen für alle 3 Ruten gefunden hatte. Ich war dann aber mit den gewählten Spots zufrieden und hatte gleich ein gutes Bauchgefühl. Da die Fische hier schon „riggy“ sind, machte ich meinen Spitznamen ehre und fischte möglichst „bissig“ – also mit aggressiv hakenden Rigs - und anders als die andern. Genau so hielt ich es auch mit Futter und Hakenködern. Beim Futter vertraute ich auf Mainline’s High Impact „Spicy Crab“ Boilies – ganze und halbierte - und ergänzte diese mit einer ordentlichen Menge an Active 8 Boilieteig, welchen ich in Ei großen Portionen untermischte. Anstelle von Pellets – da diese dort oft und viel gefüttert wurden – entschied ich mich für Proline Stick’s, da diese nicht so gängig sind. Auf Partikel verzichtete ich komplett.

Die Zeit verging wie im Flug und es wurde schon Abend, bis alles so war, wie ich es haben wollte. Genau rechtzeitig, denn Michael hatte in der Zwischenzeit schon den Grill angefeuert und rief mich zu sich rüber, um mit ihm bei einer seiner legendären Baconbombs und selbst marinierten Nackensteaks den Abend ausklingen zu lassen. An dem Abend konnte Michael auch gleich mit einem schönen Spiegler um die 20 Pfund vorlegen. In der folgenden Nacht bekam er noch zwei Bisse, verlor aber leider beide Fische im Kraut. Bei mir blieb es hingegen ruhig und ich hatte noch keinen Biss vorzuweisen. Dies konnte aber auch an meiner Futtertaktik liegen, da ich am Vortag das Futter sehr großflächig verteilt hatte und auch bei der Futtermenge mit ca. 5 kg schon etwas eingebracht hatte. Am Morgen war es dann aber auch bei mir soweit und ich konnte innerhalb von einer halben Stunde gleich zwei schöne Fische hintereinander fangen.

Nachdem der erste Fisch abgelichtet war, hatte ich bei dem zweiten Fisch – einem hohen Zwanzigpfünder - leider etwas Pech und der Fisch glitt mir von der Matte noch vor dem ersten Foto wieder schnurstracks in den See zurück – Shit Happens. Den Tag über tat sich wenig. Die Zeit aber nutzten wir sinnvoll und drehten eine Folge „Köster kocht“ ab. Ich muss schon sagen, der Name ist hier absolut Programm und der Mann versteht wirklich was vom Kochen. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich vorher noch nie so gut am Wasser gegessen habe wie in den zwei Tagen mit Michael. Wir hatten gerade alles im Kasten, da lief meine Rute ab und ich konnte einen schönen Schuppi fangen. Jetzt schien es richtig zu laufen, denn kurz darauf bekam Michael seinen vierten Biss. Welcher sich ebenfalls als Schuppi entpuppte. Danach war ich wieder an der Reihe und ich konnte in dieser Nacht noch vier schöne Fische fangen. Die letzten drei waren gleichzeitig auch die größten mit Ende zwanzig Pfund, 33 Pfund und 37 Pfund. Meine Taktik war also voll aufgegangen. Michael hatte in der Nacht leider noch einen Fisch im Kraut verloren.

Am Morgen war der Spuk dann schlagartig vorbei und die Fische fingen an zu laichen. Es war ein schönes Wochenende bei bestem Wetter, guter Laune und mit tollen Fischen. Michael hatte am Ende 2 Fische auf der Habenseite.. Ich konnte 7 Fische haken und landen und war entsprechend mehr als zufrieden. Dank der verwendeten Safety Clips gepaart mit schweren Bleien lösten sich diese bei jedem Drill und die Fische kamen schnell an die Oberfläche. So bekam ich sie auch leichter wieder aus den Krautfeldern gelöst, in welche sie flüchteten.

Safety First & Tight Lines
Daniel Brünkmans

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