09.02.15

Glück im Schnee - Christoph Freuen

Wer will es nicht, das Foto mit einem Schneekarpfen. Christoph Freuen liebt das Winterangeln und hatte die Ehre schon häufiger. Auch 2015 hat es bereits geklappt mit einem hübschen Spiegler vor weißer Pracht:

Manche Leute haben den Papst in der Tasche….Diesen Satz hörte ich bei meinem letzten Besuch meines Kumpels Bernd Hahne. Er meinte damit, dass manche Angler scheinbar einfach nichts falsch machen können. Bei ihnen läuft es wie von selber. Den Papst in der Tasche. Scheinbar hat ihn mir diesen Winter jemand untergejubelt, denn es läuft bei mir. Sternstunden im Dezember. Dicke Fische im Januar. Winterangeln vom feinsten.

Und nun, am Januarende schon wieder sowas. Freitag, Frühschicht, Feierabend. Umziehen, ab durch den Feierabendverkehr ans Wasser. Es ist sehr kalt und ruhig. Keine Windböe, keine Bewegung. Für den nächsten Tag ist Schnee angesagt. Ich werde die Nacht alleine am Wasser verbringen. Die Kollegen haben dieses Wochenende keine Zeit. Naja, zuletzt hat es mit den dicken Winterfischen ja funktioniert, wird schon was gehen. Nachdem alles fertig aufgebaut ist und die Heizung mein kleines Cayman Bivvy auf Temperatur gebracht hat, esse ich noch eine Kleinigkeit und mache es mir mit einem Buch auf der Liege gemütlich. Psychothriller sind nichts für einsame, dunkle Nächte…

Ich werde erst in der Morgendämmerung wach. Das frühe Aufstehen während der Frühschicht schlaucht und hat mich durchschlafen lassen. An den Ruten gab es keinerlei Aktion. Da die Hauptbeißzeit, die Nacht, vorüber ist und es noch nicht schneit beschließe ich, sofort mit dem Einpacken zu beginnen. Ich habe keine Lust, zuhause wieder alles trocknen zu müssen. Am Auto angekommen fallen die ersten Flocken. Glück gehabt. Eine halbe Stunde später ist alles fett weiß. Schon auf der chaotischen Heimfahrt beschließe ich, am Nachmittag noch meinem Langzeitfutterplatz an meinem Hausgewässer einen Besuch abzustatten und mir einen Schneekarpfen zu fangen. Leicht gesagt oder? Aber der Platz steht seit Ende Oktober täglich unter Futter und wird regelmäßig von Fischen besucht. Mit etwas Glück – oder dem Papst in der Tasche – sollte es also klappen.

Wechsel zum Hausgewässer. Ich habe das Auto etwas umgepackt. Hier brauche ich nicht viel. Ich möchte ja nur maximal bis zum frühen Abend bleiben. Die Ruten mit Stiffrigs bestückt und darauf extrem gesoakte Hakenköder aufgezogen. Als Soak kam bei meinen Ködern The GOO Squid Supreme gemischt mit The GOO Spicy Squid zum Einsatz. Optisch und aromatisch ein Knaller. Sowohl im Wasser als auch an den Fingern… Egal, alles für den Schneekarpfen! Nach 1 ½ Stunden dann der ersehnte Biß. Wurde auch Zeit, der Schnee taut langsam schon wieder weg. Aber jetzt erst mal den Fisch in den Kescher bekommen. Yessss! Später, dann noch als kleiner Bonus, konnte ein kleiner Satzer dem „pinken Kügelchen“ nicht wiederstehen. Job done und das fast noch mit Vorankündigung. Manche Leute haben Glück, andere den Papst in der Tasche, wieder andere einen funktionierenden Langzeitfutterplatz. Wie man es auch sieht, ich habe jedenfalls meinen Schneekarpfen!

Gruß Christoph Freuen

News ArchiveNEWS ARCHIVE

ARCHIVE