30.09.11

Glück und Pech liegen dicht beisammen - Etienne Gebel

Wir haben ein kurzen Report von unserem European Marketing Manager Etienne Gebel bekommen!

Etienne hat vor kurzem an einem See einen 29.2 Kilo schweren Spiegelkarpfen gefangen, der so rund wie ein Teller ist. Lest selber...

Wir gratulieren, mach weiter so!


EG:
Erst kürzlich habe ich angefangen, einen neuen See in Deutschland zu befischen. Das Wasser ist klar, verkrautet und voll mit natürlicher Nahrung, wie etwa Muscheln, Schnecken, Krebse etc.! Zusätzlich ist der Karpfenbestand relativ gering. Das kann dazu führen, das man es mit Einzelfischen zu tun hat, die meistens alleine sind und sehr langsam fressen. Da das Nahrungsangebot groß ist, besteht bei einem geringen Karpfenbestand kaum Rivaltät bei der Nahrungssuche. Der Grund des Gewässers ist von der Struktur her sehr unterschiedlich und produktive Spots zu finden, ist sehr schwierig. Die Devise: suchen, suchen, suchen...! Teilweise liegen große Kiesbänke und alter Bauschutt auf dem Grund. An Letzterem haben sich über die Jahre gefährliche Muschelbänke gebildet.
Nachdem ich viele Stunden und Tage versucht habe, gute Stellen zu finden, konnte ich in der ersten Sitzung meine Ruten auf 2 unterschiedliche Plätze ablegen. Beide Ruten wurden mit Schwimmhaken-Rigs präpariert. Die eine mit einem überbleiten Bodenköder bei dem das Haarvorfach mit einem Bleischrott gesichert ist. Somit fällt der Köder immer in die selbe Position. Das bringt beim Ansaugen sowie beim Ausblasen enormen Gegendruck und somit einen sehr effektiven Hakeffekt. Die andere Rute hingegen habe ich mit einem Schwimmhaken-Rig und einer Pop up Bodenköder Kombination präpariert. Bereits beim Anfang der Session, hatte ich kein gutes Gefühl und die Anzeichen auf Aktion standen schlecht. Warme Temperaturen und Windstille sind nicht gerade die besten Fangaussichten! Ich hasse brütend warme Sonne. Trotzdem war der Drang in mir, ans Wasser zu gehen größer. Ich war platt und recht früh an diesem Abend,legte ich mich in die Waagerechte. Die letzten Wochen waren beruflich sehr anstrengend und angeltechnisch von einigen Niederlagen geprägt (ich habe u.a. vor kurzem einen sehr guten Zielfisch verloren). Ich muss geschlafen haben wie ein Stein. Ich fühlte mich wie von einem LKW überfahren als sich am ersten Morgen ein Bissanzeiger zu Wort meldete. Aus dem Nichts heraus, läuft ganz langsam meine rechte Rute ab (Geringe Bestandsdichte = langsame Fresser! Sie erinnern sich?) Das kann doch nicht wahr sein. Ich fühlte direkt, dass dort etwas besonderes am Haken hängen musste und mein Gegenüber schüttelte teilweise heftigst mit dem Kopf, um das Fangeisen loszuwerden. Dank der Semi fixen Bleisysteme blieb der Haken jedoch gut sitzen. Ich war nervös und drillte sehr sanft. Ich wollte kein Risiko eingehen, wieder einen Fisch zu verlieren. Das Desaster am anderen See hat mir schon gereicht. Diesmal wollte ich der Gewinner sein und nicht wieder als Schneider nach Hause gehen. Mein Herz schlug, meine Knie wurden mit jeder Minute weicher und weicher. Der Fisch wollte einfach nicht aufgeben und es hat sicher 20 Minuten gedauert. Was ich aber dann das erste Mal an der Wasseroberfläche zu Gesicht bekam, war der Hammer. Ein großer Teller förmiger Spiegler. Ich hatte riesiges Glück und konnte den Kescher unter den Burschen schieben. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Das Schwimmhaken-Rig in Kombination mit dem überbleiten Bodenköder saß bombenfest in der Unterlippe. Nachdem ich den Brocken zur Matte befördert hatte, brachte die Waage die ganze Wahrheit. 29.2 Kilo und ein weiterer Strich in meine Fangliste! Was ein Vieh...

Scheinbar hatte ich mal wieder den Papst in der Tasche und auch meine Hausaufgaben gründlich gemacht. Sie sehen aber, manchmal liegen Glück und Pech dicht zusammen.
Bleibt dran und lasst Euch nicht unterkriegen. Wir sehen uns...

Etienne


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Wir freuen uns auf Euch!!!
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