28.08.14

Graben-Kampf - Björn Brockmann

Björn Brockmann beangelt ein Gewässersystem, in dem viele nicht mal Karpfen vermuten würden: die Randgräben der Elbe. Dort legt er sich mit Tide und Krabben an und wird mit tollen Fischen belohnt:

Die Adern der Elbe, ein Netz aus Gräben im Deichland Schleswig-Holsteins, beangel ich schon, seit ich ein Kind bin. Diese Rinnsale werden völlig unterschätzt. Ich habe dort schon Karpfen bis 19 Kilo fangen können. Abgefahren, denn damit rechnest du wirklich nicht, wenn du auf das braune Grabenwasser guckst. Auch dieses Jahr habe ich die Gräben wieder befischt.

Da sie mit der Elbe in Verbindung stehen, steigt und fällt das Wasser der Gräben mit der Tide des Flusses. Mit Pech kommen Unmengen treibendes Kraut oder sonst was den Graben runter. Aber das ist noch gar nichts verglichen mit den tausenden Wollhandkrabben unter Wasser. Wenn die Teile erst auf dem Platz sind, machen sie aus allem Kleinholz, dann beginnt der echte Kampf. Darum fische ich im Frühsommer am Graben, wenn die Krabben noch nicht so stark aufkommen.

Trotzdem immer mit steifen Rigs: IQ in 25lb, 4er Wide Gape X, weiches Haar, Snowman oder Boilie-Tigernuss-Kombi. Das ganze am Inline Set Up verwickelt sich nicht und gut. Die Köder platziere ich bei überhängenden Büschen. Dieses Jahr habe ich richtig gut gefangen, es waren sogar 30pfünder dabei. Doch einen massiven Spiegler habe ich verloren – kurz vorm Kescher. Der geht mir wirklich nicht mehr aus dem Kopf. Nächstes Jahr wird er also weitergehen, der Graben-Kampf...
Grüße aus dem Norden,
Björn Brockmann

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