16.10.13

Grüne Brille, roter See

Team Kordas Alexander Kobler ist zurück vom See seiner Träume. Und er hat News mitgebracht:

„Ende September war es endlich wieder soweit. Wir machten uns auf an die feurigen Ufer eines der bekanntesten und doch eher vernachlässigten Stauseen Frankreichs. Ja, hier fand ich immer Ruhe und Zurückgezogenheit bei der Jagd nach urigen Schuppenkarpfen. Und auch dieses mal konnten wir, Mattias, Jens, Caroline und ich, ein schnuckeliges Plätzchen finden, an dem wir die Seele so richtig baumeln liessen. Das war allerdings gar nicht so offensichtlich während des ersten Blicks über den See. Wir zählten schnell zehn Camps auf engem Raum, ein Bild wie ich es nicht gewohnt war an diesem See.

Das Nachtangelverbot am Cassien und eine Fangmeldung von einem aussergewöhnlich grossen Spiegelkarpfen trugen dazu bei. Naja, wir bauten unsere Camps ziemlich abgelegen auf einem Platz fernab von Parkplätzen auf. Die Fische sprangen hier wie verrückt, und ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht direkt den Drang hatte zu angeln. Stattdessen chillten wir zwei Tage, fühlten, beobachteten und entschieden uns dann, wie wir es angehen wollten. Und alles klappte nach Plan, nur wenige Stunden nachdem die Ruten gelegt waren fingen wir bereits einen Karpfen. Auch wenn die erwartete Wahnsinns-Session nicht kommen wollte, so hatten wir doch jeden Tag genug zu tun und fingen im Schnitt zwei Karpfen und hatten Brassen- und Welsaktionen. Langweilig wurde es also ganz sicher nicht.

Unser Angeln gestaltete sich einfach und bewährt. Geflochtene Hauptschnur mit 0.25 mm, Mono-Schlagschnur mit 0.45 mm (auf einigen extremen Ruten musste ich zu 0.35 mm Geflochtener greifen), 50 cm Dark Matter Tungsten Tubing, Hybrid Lead Clips mit schweren Grippa-Bleien (zwischen 150 und 225 gr), einfache No-knot-Rigs mit 30 lbs Arma-Kord oder 20 lbs N-Trap und ein 4er Kaptor Wide Gape-Haken.

Am Anfang benutzte ich noch die äusserst praktischen Sinkers, um das Arma-Kord gut auf dem Boden zu halten, doch musste ich zu oft ein Vorfach erneuern und hielt es später simpler. Ich benutzte auch keinen Schlauch über dem No-knot. Die genialen Extenda Stopps ermöglichten, dass ich mit verschiedenen Boiliegrössen mit den gleichen Haarlängen fischte. Je schneller die Rute wieder lag, desto besser. Oft legte ich die Rute wieder aus, bevor ich mit dem Karpfen im Kescher zurück ans Land fuhr: Das GPS und Kleinteile für den Rigbau lagen immer griffbereit im Boot.
Grüße, Alex Kobler“

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