17.05.18

Hakmaschinen #2 - Thomas Talaga

Das KAMO D-RIG: Zunächst einmal sollte ich Ihnen an dieser Stelle wohl meine Vorlieben für bestimmte Montagen etwas näher bringen und mich doch besser jetzt schon outen: Ich bin nämlich ein echter Fan von simplen D-Montagen! Und dies ist keineswegs nur bei den zuvor beschriebenen Chod Rigs der Fall. Sie sind wahrhaftig von A bis Z gänzlich unkompliziert und fangen zudem sogar noch herausragend und damit sensationell klasse. Zu den nicht zu verachtenden Vorzügen zählt ebenfalls, dass sie dank des fehlenden Haares zu den äußerst verwicklungsfreien Vorfachmontagen gehören. Zudem sind diese Vorfächer vollkommen simpel und ohne großartigen Schnick und Schnack zu binden und damit hochgradig benutzerfreundlich! Zu meinen absoluten Lieblingsmontagen zählt unumstritten das Kamo D-Rig. Als Hakentyp favorisiere ich hierfür einen Kurv Shank der Güte XX in der Größe 4 bis 8. Als Vorfach steht das ummantelte Kamo in 30 und 50 Pfund Tragkraft ganz oben auf meiner Wunschliste. Nur zur Fixierung des D`s verwende ich ein zusätzliches Stückchen medium Shrink Tube (Schrumpfschlauch) und einen Rig Ring gleicher Größe, der zur Befestigung meiner Hakenköder dient. Rund fünf Zentimeter vor dem Haken ziehe ich zusätzlich noch einen großen Sinker auf das Vorfach. Bei Bedarf fixiere ich darauf dann noch ein ordentliches Stück Putty (Knete aus Tungsten-Material). In Kombination mit einem gut sinkenden Hakenköder erreiche ich bei einer so aufgebauten Montage einen nahezu perfekten Hakensitz etwas weiter innen in der Unterlippe. Exakt dieser Umstand bringt mir beim Hindernisfischen den entscheidenden Vorteil. Aussteiger sind damit selbst bei extremer Forcierung eines gehakten Karpfens, wie es vor Unterholz notwendig ist, kaum noch möglich. Allerdings erhält eine so fängige Montage, wie das Kamo D-Rig, auch unter „normaleren“ Umständen, wie z.B. in Gewässern mit stärkerem Pflanzenwuchs ebenso regelmäßig einen festen Platz in meinem Standardrepertoire. Bedingt durch einen mega genialen Hakeffekt ist es ebenfalls für heikle Situationen, wie dies an überfischten Gewässern der Fall sein wird, absolut empfehlenswert. Dafür zeigt sich sicherlich besonders das extra schwere Gewicht der krass dick dimensionierten Kurv Shank XX-Haken verantwortlich. Ein massiver und damit sehr schwerer Haken fällt halt schön schnell und heftig tief ins Maul hinein. Dazu benötigt man bei dieser Montage dann auch kein „Shot on the Hook“, sprich kein zusätzliches Schrotblei kurz vor der Hakenspitze oder ähnliche Spielereien mehr. Dazu noch die unterstützende Wirkung eines schweren Bodenköders und der Haken sucht sich auf unnachahmlich spektakuläre Art und Weise seinen sicheren Weg in den festen Bereich des unteren Karpfenmaules. Dadurch bedingt, dass ich die Ummantelung des Kamo-Vorfachmaterials absolut unversehrt belasse, sind auch bei dieser Montagevariante Verwicklung kaum zu erwarten. Als eine sehr gut funktionierende Symbiose, hat sich bei mir eine Safety-Bleimontage herauskristallisiert. Besonders beim Hindernisfischen bevorzuge ich hierbei einen Drop-Off-Effekt. Durch das bereits beim Anbiss ausklinkende Bleigewicht, lösen sich gehakte Fische direkt vom Grund und entfernen sich damit auch zeitgleich von den zumeist in der Tiefe befindlichen Hindernissen.

Mehr Infos zu Rigs? In Watercraft - Erfolgreich Karpfenangeln 1 schreibe ich seitenweise dazu.

Haken des Vertrauens am Kamo D-Rig, der Kurv XX.

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