29.05.18

Hakmaschinen #3 - Thomas Talaga

Das IQ2 D-Rig
Liebe Kollegen, wie zuvor bereits bei meinem Outing beschrieben, ich bin ein wahrhaftiger Verfechter von D-Rigs. Von daher reicht es mir noch nicht so ganz mit den beiden D-Variationen, die ich Ihnen während der vorangegangenen Zeilen schon vorgestellt habe. Mein IQ2 D-Rig könnte man vielleicht sogar als den „kleinen Bruder“ der Variante des allseits bekannten Korda Bosses Danny Fairbrass bezeichnen. Allerdings würde dieser Ausdruck weniger vortrefflich sein, was deren Fängigkeit anbetrifft. Vielmehr trifft es den Nagel deutlich besser auf den Kopf, wenn man den Aufbau einmal genauer unter die Lupe nimmt. Auf den Punkt gebracht sieht meine Variante einem Chod Rig zum Verwechseln ähnlich. Lediglich ist bei meiner IQ2 Version das D eine gute Nuance größer und die Vorfachlänge variiert hierbei zwischen 20 und deutlich über 30 Zentimetern. Im ersten Drittel zum Haken hin gesehen befindet sich auf dem IQ2 Vorfach außerdem noch ein großer Sinker.

In der Regel verwende ich für dieses Rig ein 20 Pfund tragendes Fluocarbon, genauer gesagt handelt es sich hierbei um das IQ2. Daran binde ich dann einen Choddy der Größe 6 in der D-Variante mit einem medium Rig Ring knotenlos an. Als klar abweichend und somit sehr gravierenden Unterschied sehe ich vielmehr den Fakt an, dass ich diese Montage in der Regel mit einem Bodenköder, Schneemann oder einem Wafter (schwerelosen Köder) fische. Des Weiteren ist diese ziemlich steife Vorfachvariante für einen Karpfen weit weniger einfach wieder loszuwerden. Ein übliches „Ausblasen“, also das Ausspucken mit Hilfe von Wasserdruck, funktioniert hierbei nämlich extrem schlecht. Die Begründung sehe ich hierfür in dem starren Vorfach, durch dieses sich der beköderte Haken im Fischmaul kaum mehr umdrehen kann. Die Sperrigkeit des steifen Fluocarbon-Materials behindert diesen für uns wenig vorteilhaften Vorgang dabei glücklicherweise extrem effektiv. Und in der falschen „Flugrichtung“ ausblasend, wird der oftmals etwas panisch agierende Karpfen den Haken deutlich seltener als ansonsten üblich wieder los. Weit öfter als bei anderen Montagen passiert es dann, dass der Fisch sich dabei am hoffentlich super spitzen Haken piekst und wir ihn damit zumindest schon einmal leicht anhaken.

Von daher brauche ich unter diesen Voraussetzungen wohl nicht mehr viel ausführlicher argumentieren, was die Effektivität dieser Montage anbetrifft. Zudem sehe ich es auch als ein grandios gutes Rig an, wenn es um das Fangen von erfahrenen Karpfen geht. Eine jahrelange Erfahrung mit einer zahllosen Aneinanderreihung von teilweise außergewöhnlichen Erfolgen kann einfach nicht trügerisch sein! Und ja, wie bei allen bisher von mir vorgestellten Montagen, Verwicklungen sind auch bei meinem IQ2 D-Rig in beinahe jeder vorstellbaren Konstellation mit einer fast 100prozentigen Sicherheit ausgeschlossen. Bei einem trotzdem immer möglichen Fehlbiss, Kleinfischattacken oder aber Entenproblemen wird sich diese Endmontage mit einer Sicherheit von nahezu 100 Prozent immer wieder wirkungsvoll resetten und bleibt so ohne jegliches Zeitlimit dauerhaft fangfähig. Bei einem so steifen Vorfachmaterial wie dem IQ2 wäre alles andere vielmehr kaum zu erwarten und somit eine faustdicke Überraschung. Erneut bevorzuge ich für diese Montage wiederum eine Safety-Bleimontage mit einem eingehängten und nur leicht fixierten Wirbelblei. Im Falle eines Totalverlustes kann sich hiermit ein gehakter Fisch ziemlich einfach von der Gefahr, die ein hinter sich hergezogenes Bleigewicht stets mit sich bringt, befreien.


Auf eine schöne Zeit am Wasser!
Thomas Talaga

IQ2 ist die Basis meines D-Rigs

Das sperrige Material bietet viele Vorteile!

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