19.10.13

Happy End - Daniel Brünkmans

Am Ende wird alles gut, heißt es. Nicht immer ist es wirklich so, doch Team Kordas Daniel Brünkmans erlebte wirklich ein sehr verdientes Happy End. Lassen wir ihn selbst berichten:

„Endlich war es soweit, mein einwöchiger Angelurlaub stand kurz bevor! Immer wieder gerne nehme ich mir diese Woche, eine Woche im Jahr, die mir und den Fischen ganz alleine gehören soll… Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich hatte mir für diesen Herbst ein großes, dünn besetztes Gewässer in den Niederlanden als Ziel gesetzt. Ich wollte dort wenigstens einen der Fische fangen. Da an dem See aber nicht weiter geangelt wird und ich auch überhaupt nur einen kleinen Teil des riesigen Sees beangeln durfte, würde mein Vorhaben wenn, dann sicher nur über Futter langfristig den Erfolg bringen. Alles wurde daher martialisch bis aufs kleinste geplant und penibel vorbereitet. Mein bester Freund Frank unterstützte mich in meinem Vorhaben und wollte dort mit mir zusammen ebenfalls zum Ziel kommen, einen der Unbekannten zu fangen.

Nachdem wir viele Stunden, ja gar Tage für die Wahl und Erkundung der vermeintlich besten Stellen investiert hatten, bestanden von nun (Ende August) an meine Abende darin, entweder Futter vorzubereiten, und / oder dieses gleich am nächsten Tag wieder zu versenken. Nach zwei erfolglosen Blanksitzungen schienen nach vier Wochen „Futter bei die Fische“ aber alle Zeichen auf ein nahes Ende der Blankserie zu stehen. Zumindest wenn man die von nun an kontinuierlich springenden Krapfen auf dem Futterplatz richtig deutete. Für mich stand jedenfalls fest, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der erste Fisch Bekanntschaft mit meinem Kescher machen sollte. So fuhr ich voller Enthusiasmus auch am Donnerstag vor meinem Urlaub noch mal kurz zum Füttern an den See. Als ich anschließend wieder am Auto ankam gab es aber ein böses Erwachen. Mein Wagen wurde aufgebrochen und die Scheibe eingeschlagen. Klasse Sache!!!

Von jetzt an konnte ich alle Pläne umschmeißen. Bis Dienstag war ich mit Behördengängen, Versicherungen und der Reparatur meines Autos eingespannt und schwer beschäftigt. Da mir ein solcher Vorfall ausreichte und ich an dem Gewässer mitunter aufgrund der Lage einem erneuten oder gar noch schlimmeren Verbrechen vorbeugen wollte, beschloss ich kurzerhand, meine Wunden woanders zu lecken. In Rücksprache mit Frank beschloss ich dann auch kurzentschlossen, trotz des erheblichen Aufwandes welchen wir schon investiert hatten, dem Gewässer den Rücken zu kehren, um für den Rest meines Urlaubs woanders mein Glück zu versuchen.

Die Wahl fiel kurzerhand auf mein Hausgewässer, da ich dort zumindest in Ruhe und Frieden angeln könnte, um den Kopf wieder frei zu bekommen und vor allem den Rest des kostbaren Urlaubs sinnvoll und angelrisch zu nutzen. Aber die Vorzeichen standen auch dort alles andere als gut. Seit Wochen wurde und wird am See bis auf wenige einzelne Ausnahmen außer hier und da mal einem Bresen nichts gefangen. Das für die nächsten Tage starker Ostwind gemeldet war, hob meine Stimmung auch nicht gerade zusätzlich. Am Ende hat mir die Session aber doch noch geholfen, den Kopf wieder frei zu bekommen und nach zwei Nächten ohne Fisch konnte ich in den letzten Nächten aber jeweils noch schöne Fische fangen. In anbetracht der Vorzeichen hätte es auch schlimmer kommen können als den Urlaub mit einem 20kg + Karpfen abzuschließen. Es gibt immer Licht am Ende des Tunnels und alles wird wieder gut! In diesem Sinne,
Tight Lines
Euer Daniel“

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