15.03.17

Heli Safe im Einsatz - Kai Lander

Mit dem Heli Safe brachte Korda in der Saison 2015 ein sehr innovatives Produkt auf den Markt. In den folgenden Zeilen erläutere ich, wie der Heli Safe in meiner Angelei Verwendung findet. Dieser kleine Clip ermöglicht es mir, ein System für fast alle Angelsituationen zu nutzen und ist daher aus meiner Tackle Box nicht mehr wegzudenken. Der Heli Safe wird als Lead Clip benutzt, um die bekannte Helicopter Montage zu fertigen. Was aber macht den Heli Safe nun so interessant?

Ganz einfach: ich kann selbst entscheiden, ob das Blei direkt nach dem Anbiss verloren geht oder nicht. Im Inneren des Clips befindet sich der Clou an diesem Produkt, eine Feder und eine kleine Plastikklemme. Die Feder dient dazu, Druck auf einen Plastikstift auszuüben, der das Blei festhält. Man muss es sich wie folgt vorstellen: kommt es zu einem Anbiss, wird Druck vom Fisch über das Vorfach auf die Hauptschnur ausgeübt. Die Feder kann ihre Arbeit verrichten, der Plastikstift wird nach oben gezogen und das Blei klinkt sich aus. Soll aber der Verlust des Bleies verhindert werden, wird die kleine Plastikklemme über die Feder gesetzt, womit die Funktion der Feder und die Mechanik des Plastikstiftes unterbrochen wird. Das Blei ist jetzt fest verankert und kann nicht verloren gehen. Die Helicopter Montage in Verbindung mit dem Heli Safe ermöglicht es mir, meinen Hakenköder auf jedem Bodengrund anzubieten. Ob es sich dabei um stark verkrautete, sandige oder schlammige Bereiche -eventuell gar noch mit Laub überzogen- handelt, ist völlig egal. Dazu kommt, dass ich situationsbedingt meine Bleigewichte schnell und leicht wechseln kann. Ob Po Ups am Chod, Hinge Rig oder ein Bodenköder am geflochtenen Material - alle Vorfachtypen lassen sich ideal mit diesem System kombinieren.

Ich nutze zwei Varianten: zum einen die Naked Version, die direkt auf der Hauptschnur oder mit XT Snag Leader aufgebaut wird und zum anderen die Leadcore Variante, aus Kable gefertigt. Das richtet sich natürlich nach den Gegebenheiten am Spot. Ist der Bodengrund schlammig, sandig oder krautig, kommt die unauffälligere Naked Version zum Einsatz. Ist hingegen mit Steinen, Holz oder scharfkantigen Muscheln zu rechnen, findet das Kable Leadcore seine Verwendung. Kable ist extrem abriebfest, legt sich gut auf den Grund und ermöglicht es mir an solch interessanten Plätzen meine Montage zu platzieren. Diese Eigenschaften machen den Heli Safe zu einem klasse Allrounder.

In der Praxis sieht es wie folgt aus: wird die Montage geworfen, nutze ich dafür gerne die Naked Version und das passende 4oz. schwere Heli Lead. Dieses Gewicht ist ausreichend und hakt zuverlässig. Soll das Blei im Drill nicht verloren gehen, wird die Feder mit der Plastikklemme blockiert. Zusätzlich ziehe ich ein ca. 20cm langes Stück Dark Matter Tungsten Tubing mit einem Line Saver Bead vor dem Clip auf. Das Tubing verhindert, dass der Fisch das Vorfach bis zum Clip mit dem Blei ziehen kann. Eventuelle Verletzungen am Fischkopf im Drill werden somit ausgeschlossen. Dark Matter Tungsten Tubing hat die Besonderheit, sich flach auf den Bodengrund zu legen und ist dafür bestens geeignet. Das funktioniert aber nur in der Naked Version, Kable Leadcore ist zu Dick um Tungsten Tubing aufzuziehen. Bei der Verwendung von Silikone Tubing ohne Tungsten Anteil läuft man wegen Lufteinschluss Gefahr, dass sie nicht komplett absinkt. Eine schlechte Präsentation in Ködernähe wäre die Folge. Kommt ein Fisch damit in Kontakt, würde er wohl das Weite suchen. Dieses Szenario will ich unter allen Umständen vermeiden und greife lieber auf die Dark Matter Variante zurück. Erlaubt es der Spot nicht, mit der Naked Version zu Angeln, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Kable Variante, die das Blei sofort freigibt, zu nutzen. Muss ich meine Köder außerhalb der Wurfweite mit dem Boot auf weiten Distanzen ablegen, wird ein mindestens 8oz. schweres Blei montiert. Es garantiert mir, dass auch bei Wind und Unterströmung alles an Ort und Stelle liegen bleibt. Hierbei wird nur die kleine Plastikklemme entfernt und der Plastikstift zur Fixierung des Bleies sitzt nicht mehr fest. Jetzt kann die Feder ihre Arbeit verrichten und das Blei direkt nach einem Anbiss freigeben. So ist zu 100% gewährleistet, dass sich der Fisch im Drill nicht am schweren Blei verletzt. Oder sich womöglich damit in einem Hindernis festsetzt.

Die nächste Möglichkeit besteht, Steine als Gewichte zu nutzen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Boot genutzt werden kann. Für diese Variante suche ich mir einen handgroßen Stein, den ich mit einem zurechtgeschnittenen Gummi aus Fahrradschlauch versehe. Der Gummi lässt sich super in den Heli Safe einhängen. Die kleine Plastikklemme wird dafür nicht entfernt, sie muss garantieren, dass der Gummi fest im Clip bleibt. Nach einem Anbiss rutscht der Stein aus dem Gummi und der Fisch kann an freier Leine flüchten. Die Helicopter Montage eignet sich perfekt dazu, Steine verhedderungsfrei vom Boot aus abzulegen. Diese Variante nutze ich oft zum Angeln auf großen Distanzen.

Mit diesem Leadsystem in Verbindung mit dem Chod Safety System kann ich jederzeit meine Vorfächer überall sauber und sicher anbieten.
Wenn ihr Interesse am Heli Safe gefunden habt - schaut es euch an. Dieses kleine Teil ermöglicht es euch, an Stellen zu angeln, an denen das bisher unmöglich erschien.

Grüße Kai






So verwende ich das System

Am Stein gehakt beim Distanzfischen

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