08.11.17

Herbstmagie - Stefan Lutzer

Dichte Nebelschwaden, fallende Temperaturen, starker Wind bis hin zu Stürmen und sich verfärbende Blätter. Der Herbst hält Einzug bei uns. Mit einem schönen Farbenspiel verabschiedet sich der Sommer und alles in der Natur bereitet sich auf den nahenden Winter vor. Besonders die Tiere schaffen sich Vorratsspeicher oder fressen sich ein ordentliches Polster für den Winter an. Unter der Wasseroberfläche sieht das nicht anders aus. Die kühleren Luftmassen zusammen mit starken Winden durchmischen die Gewässer und deuten deren Bewohnern die nahende kalte Jahreszeit an. Jetzt ist der Zeitpunkt goldrichtig um sich einen Futterplatz anzulegen. Genau das war auch mein Plan. Ich wollte den gesamten Oktober in eigener Sache angeln gehen. Noch bevor ich ab November zusammen mit meinen Freunden Christoph und Jens auf dem gemeinsamen Winterplatz angeln werde bis das Wasser hart wird… Das Gewässer meiner Wahl ist ein Baggersee in meiner Nähe. Diesen See kenne ich schon recht gut und weiß in etwa was ich zu tun habe. So suchte ich mir einen Bereich in dem ich nach Möglichkeit viele verschiedene Tiefen beangeln kann. Von 3 Meter bis hin zu 8,5 Meter bietet sich mir an diesem Platz eine große Auswahl an Möglichkeiten. Der Boden ist hier durchweg sandig mit einzelnen kiesigen Stellen. Der See hat einen guten Bestand an Karpfen und somit muss ich es mit der Futtermenge auch nicht klein halten. Zeitlich bedingt schaffe ich es jedoch nur jeden zweiten Abend zum Füttern. Bei mir kommen hier ausschließlich Boilies in verschiedenen Größen und Formen zum Einsatz. Diese verteile ich mit dem Eazy Stick, dem Katapult und der Schaufel großflächig um die Fische lange am Platz zu halten und zum suchen zu animieren. Die erste Nacht stand an. Ich fischte die Nacht von Montag auf Dienstag. Die Wetterprognose fiel nicht so rosig aus, denn der Luftdruck sollte in den nächsten 24 Stunden von 1018 auf 1022 hochschießen. So wurde aus der ersten Nacht auf dem Platz ein Schuss in den Ofen. Doch von dieser kleinen Klatsche ließ ich mich jedoch nicht entmutigen und blieb dabei weiter dort zu füttern. Das kommende Wochenende sollte Wettertechnisch viel besser werden und es war auch noch Vollmond. Breits unter der Woche fegte ein starker Wind über uns hinweg und brachte Regen mit sich, perfektes Angelwetter! So schlug ich erneut mein Lager für eine Nacht auf. Die Bedingungen mussten Fisch bringen und so war es auch. Bereits nach einer Stunde fand sich er erste Fisch mit 15kg auf meiner Matte wieder. Um 00:30 Uhr fing ich einen Schuppenkarpfen mit exakt 21kg. Das hatte sich bisher schon voll gelohnt. Bis zum Morgen fing ich noch einen Schuppenkarpfen mit 15kg und einen Kugelrunden vollgefressenen Spiegler mit 20,8kg. Die Fische standen voll auf dem Futter, was man nicht nur an den prallen Bäuchen sondern auch an den Ausscheidungen auf meiner Matte und in der Schlinge sehen konnte. Alle Fische fing ich auf ein Stiff Rig gebunden aus 20lbs Kamo mit einem 6er Kurv Shank und einem Kombi Rig, welches ich im Multirigstyle gebunden habe, was mir erlaubt schnell den Haken zu wechseln. Jetzt steht noch ein Wochenende mit zwei Nächten auf dem Plan, bevor es dann heißt Winterplatz aufbauen…..Mal sehen was noch läuft…..
Viel Erfolg
Stefan Lutzer

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