02.05.16

Ich war mir ganz sicher - Christoph Freuen

Es war die Nacht, Ende April, als die Temperaturen nochmal richtig runter gingen und es in einigen Landesteilen sogar Schnee gab. Sie war kalt, aber ich war mir sicher es würde etwas gehen. Ganz sicher. Den mir vom Vorjahr bestens bekannten Platz, hatte ich in der Woche etwas präpariert. Da waren die Temperaturen über Wasser dem Frühjahr entsprechend angenehm. Auch unter Wasser, wie mir mein Tiefenthermometer verriet, ging es langsam aufwärts. Doch dann kam das Wochenende, mit Regen, kalten Temperaturen und einem sehr unangenehmen Nordwind, der voll auf meine Stelle stand. Dieser zwang mich selbst tagsüber dazu, das Wasser nur durch einen Türschlitz nach Anzeichen von Fischen beobachten zu können. Es war wirklich kalt. Sollte mein Plan dennoch aufgehen und sich ein oder gar mehrere Fische in meinem Bereich aufhalten und vielleicht sogar dort fressen? Durch die Kälte war ich mir etwas unsicher geworden aber es sollte tatsächlich funktionieren. In der Abenddämmerung, der Wind hatte etwas nachgelassen, lief die mittlere meiner drei Ruten ab. Ich hatte diese gerade aufgenommen, als auch der linke Delkim einzelne Töne von sich gab. War der Fisch in die andere Schnur geschwommen? Eigentlich nicht möglich, da ich die Ruten weit gefächert hatte. Aus einzelnen Tönen entwickelte sich ein Vollrun. Ach du Schei**! Kurz irgendwie die zweite Rute anhauen, Bremse etwas mehr schließen, die Rute wieder ablegen und hoffen, dass es jetzt zu keinem Malheur kommt.

Beobachten durch den Türschlitz

Zwei im Netz!

Nach bangen Minuten war der erste Fisch im Netz. Ein guter Schuppi. Schnell im Kescher abhaken und dem Netfloat sei Dank, weiter mit Nr.2… Dieser entpuppte sich als Schuppi aus der Kinderstube und fand sich nach kurzem Drill neben Schuppi Nr.1 im Kescher wieder. Glück gehabt. Die ersten Fische des Jahres an diesem Gewässer und dann im Doppelpack, Geil! Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert!
Bis zum Morgengrauen fanden noch zwei weitere Schuppenkarpfen und zwei Spiegler, allesamt aus der Kinderstube, Gefallen an meinen 14mm Mini-Schneemännern und dem pinkfarbenen Pop Up am Hinged Stiff Rig. Aktion hatte ich also genug, allerdings war es bei jedem „raus aus dem Zelt und ran an die Rute“ auch schweinekalt. Aber wie sage ich immer? Ich mache das freiwillig und ich mache das gerne! Beim nächsten mal aber dann hoffentlich bei wärmeren Temperaturen...
Auf ein gutes Frühjahr, Christoph Freuen

Dunkler 30er

Langsam wird es wärmer

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